Freitag, 21. Februar 2014

Es ist ein Anfang...

Hallo, ihr lieben Leser!

Nach nun mehr als einer Woche im schönen Bordeaux wird es Zeit für ein Update.

Ich bin hier gut angekommen, alles hat wunderbar funktioniert. Schon auf meiner Reise, ungefähr ab der Landung am Münchner Flughafen, war ich von Franzosen umgeben. Es kann natürlich sein, dass das an meinem Aufenthalt am Gate lag (der Flieger ging nach Toulouse), aber ich bin dann doch lieber der Meinung, dass das daran lag, dass ich mein Französisch verbessern sollte. ;-)

Anyway, viele Franzosen sagten schon an diesem – denkwürdigen – 11. Februar viele französische Wörter zu mir, von denen ich einige sogar verstand. Nachdem ich in Bordeaux angekommen war, wurde ich auch schon von meiner sehr fürsorglichen Mitbewohnerin abgeholt und nach Hause gebracht (wie das klingt – „nach Hause“), wo ich auch meinen anderen Mitbewohner treffen konnte. S. war zu diesem Zeitpunkt noch in Deutschland unterwegs, weswegen ich mich als nicht frankophone Sprecherin in der Unterzahl befand. Von nun an hieß es „Parlez-vous français?“.

Ich muss sagen, dass ich nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr wohl bereits in der Lage bin, mich in dieser – sehr eigentümlichen – Sprache zu verständigen. Die ersten Tage hier war ich sehr mutig – a.k.a. wenn es an der Tür läutet, gehe ich hin und mache sie auf. Die französischen Postler verstehe ich, ich gebe Auskunft und mache sogar das, worum sie mich bitten. Außerdem habe ich Schuhe gekauft, ja – Schuhe! Die nette Verkäuferin im Geschäft hat mich leider nicht verstanden, weswegen ich die gekauften Schuhe fast auf der Stelle anziehen musste. Ich konnte mich dann aber – vor allem durch Gestik – so verständlich machen, dass ich von ihr doch ein Sackerl zum Mitnehmen bekommen habe. Das hat auch etwas Gutes: ich habe ein neues Wort gelernt – „essayer“, das sagt mir jetzt schon was.

Gelernt habe ich insgesamt schon einige Dinge. Darunter fallen:
  • Wenn man im Geschäft, beim Einkaufen, etwas doch nicht will, dann verwendet man (an der Kassa angekommen) nicht „jeter“ (wegwerfen), sondern „prendre“ oder „ne prendre pas“ (also: nicht nehmen). Vielleicht wäre es auch sehr hilfreich gewesen, wenn ich das vor meinem Gespräch mit dem netten Casino-Mitarbeiter gewusst hätte… .
  • Libourne ist keine Pflanze, sondern eine Region in der Gegend von Bordeaux.
  •  Auch wenn man Deutsch spricht und von Franzosen umgeben ist, die kein Deutsch sprechen, dann kann man nicht ungestraft ein „gros mot“ (Schimpfwort) auf Französisch verwenden – diese können sie sehr wohl erkennen/heraushören. Sie sehen einen dann auch ganz komisch an...
  • „Dora the Explorer“ wird durch die Übersetzung ins Französische nicht hochwertiger.
Insgesamt kann ich also sagen, dass ich versuche mich anzupassen - auch wenn es sich für mich im Moment noch so anfühlt:

                                                                     (source)

Es wird mit der Zeit sicher besser werden. Ich genieße die Abende, das "zu Hause Sein", das Sprechen und natürlich auch, dass ich S. nach so einer langen Zeit endlich wieder sehen kann. Ich bin gerne hier.

Mit diesem schönen Gedanken verlasse ich euch für diese Woche, wünsche ganz tolle sieben Tage und werde wohl gegen nächsten Freitag wieder von mir hören lassen.



Bis dann, Anna

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