Freitag, 28. März 2014

Innorobo2014

Hallo liebe Leser!

Den Eintrag in dieser Woche wird mein lieber Freund und Gastschreiber tätigen. Darum übergebe ich - without further ado - das Keyboard nun an ihn.

Hallo,
für alle die mich nicht kennen, ich bin Sven. Ich bin Annas Freund seit fast fünf Jahren und auch irgendwie der Grund, warum wir beide jetzt in Frankreich sind. Ich bin nämlich Telematiker, oder wie Anna es erklärt: "Sven arbeitet mit Robotern." Im Dezember 2012 konnte ich mein Studium an der TU Graz beenden und im folgenden Februar fand ich auch eine Arbeit in Bordeaux, wo wir beide uns jetzt niedergelassen haben. So viel zu mir.

Diese Woche war, wie auch jede andere Woche, einzigartig und ich konnte viele neue Eindrücke sammeln. Wie der Titel schon sagt, bezieht sich diese Woche auf die Innorobo2014 in Lyon. Eine spezielle Messe für Servicerobotik. Wer bisher noch nicht wusste, dass ich in diesem Bereich beruflich tätig bin, weiß es nun. 

Begonnen hat alles am Montag morgen als ich nach Lyon flog. Dort angekommen (um 12h) haben wir zuerst unseren Stand und ein paar unserer Roboter aufgebaut. Dazu hatten wir etwas Druck, da um 15h schon der Fernsehsender France2 kommen sollte, um etwas über unsere Roboter zu berichten. Normalerweise sollte es sich ausgehen, alle Roboter aufzubauen und zu kalibrieren, allerdings hatten wir das klitzekleine Problem, dass wir plötzlich keinen Strom mehr hatten und dieser auch erst ab 15h wieder verfügbar war. Ich hatte natürlich die Aufgabe unseren großen Roboter präsentationsbereit zu machen. Dieser läuft allerdings weder mit Batterie, noch ist er schnell kalibriert (eingestellt und einsatzbereit - Anm. Anna). Daher konnten wir den Fernsehtypen dann nicht unsere wunderhübsche Demo, sondern nun ein paar Basissachen zeigen. Murphy lässt grüßen.

An den nächsten drei Tagen war dann die eigentliche Ausstellung, wo tausende Menschen die Halle geflutet haben. Ich kann euch sagen....Austeller zu sein ist voll anstrengend. Dauernd muss man den Leuten erzählen, was der Roboter kann und wieso er anders ist. Natürlich in allen 3 Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch). Soviel französisch hab ich schon länger nicht mehr geredet. Vor allem Kinder stellen immer sehr unerwartete Fragen und erwarten, dass der Roboter auf all ihre Fragen antworten kann und zu tanzen beginnt...
Um die ganzen Eindrücke etwas einzufangen, habe ich natürlich auch ein paar Bilder gemacht.

Am Empfang erwartet einen eine riesige Raubkatze mit roten Augen, die knurrt und sich bewegt.

anderer Stand mit vielen interessanten Robotern

mal ein etwas anderes Fortbewegungsmittel

Romeo und ... Sven :-)

Ein cooler humanoider Roboter, der sicher, schnell und sehr natürlich durch die Messe gelaufen ist.

Unser Stand auf der Messe mit Baxter (das ist mein Roboter), Naos, Double, Qbo, Hexapod und Thymio2.

Kleiner Roboter auf einem Rad, sehr interessant

Mobile Plattform für Warenkörbe

ICub aus Italien. Das kleine Kind hat leider immer noch nicht laufen gelernt, kann sonst aber alles :-)

Kleiner Service Roboter, der dir sagt, wann du deine Medizin nehmen sollst

Ich hoffe, ihr konntet nun auch ein paar Einblicke gewinnen, wie es dort ausgesehen hat. Alles in allem war es eine sehr anstrengende Woche, in der ich aber auch wahnsinning viel neues und spannendes gesehen habe.

Grüßle,
Sven :)

*Keyboard zurück an Anna*

Und ich hoffe, euch hat dieser Eintrag gefallen, ihr konntet viele neue und lustige Roboter sehen und hinterlasst meinem Gastschreiber schönes Feedback.

Ich wünsche euch eine tolle Woche.

Alles Liebe,
Anna :)

Donnerstag, 20. März 2014

Diese Franzosen...

Hallo liebe Leser!

Diese Woche konnte ich erstmals feststellen, dass Frankreich auch anders ist. Angefangen hat alles am Sonntag Abend, als S. und ich mit unseren Mitbewohnern beim Abendessen waren. Wir haben von der Hochzeit im Mai - eine Arbeitskollegin von S. heiratet - erzählt und haben zu diesem Anlass auch die Einladung, die wir erhalten hatten, hergezeigt. Die erste Frage unserer Freunde war daraufhin, wie wir gedenken ins Elass zu kommen. 

Zugegeben, unser Fehler. Wir haben die Einladung davor gar nicht so genau angesehen und mussten so feststellen, dass die Hochzeit nicht in Bordeaux, sondern in Metz stattfindet. Um diesen Umstand grafisch zu veranschaulichen, hier die Wegstrecke:



Das nennt man "Super-8-Stunden-mit-dem-Auto-in-eine-Richtung-oder-300-€uro-pro-Person-mit-dem-Flieger-hin- und-zurück-ohne-Kosten-für Unterkunft-einberechnet-Wochenende". Unsere Mitbewohnerin hat uns zu dieser Zeit auch erklärt, dass Franzosen gerne "zu Hause", genauer gesagt, im Heimatort der Eltern der Braut, heiraten. Aus diesem Grund war es für sie sehr unlogisch, dass wir überhaupt annahmen, dass die Hochezeit in Bordeaux sein könnte. *silly us*

Wir haben uns - nach langem hin und her Planen, weil ich bereits einen Rückflug nach Klagenfurt gebucht habe, der sehr zeitnah an dieser Hochzeit liegt und auch gedenke, diesen wahrzunehmen - also dagegen entschieden und warten auf die After-Party in Bordeaux :)

Generell zum Thema Hochzeit: Heiraten in Frankreich ist nicht so populär, wie gedacht. Die Franzosen schließen lieber einen Vertrag, der sich PACS, also pacte civil de solidarité, nennt. 

Ein PACS ist ein Dokument, das der deutschen/österreichischen "eingetragenen Partnerschaft" gleich kommt. Im Prinzip bedeutet es, dass man sich liebt. Geschaffen wurde der PACS, damit auch homosexuelle Paare einen "Verheiratetenstatus" haben können. Trotzdem wird dieser PACS auch von sehr vielen heterosexuellen Paaren geschlossen, einfach, weil er viele Vorteile bringt und man mit verheirateten Paaren im Wesentlichen gleich gestellt ist. Ein PACS kann durch die Unterzeichnung eines Vertrages geschlossen - und genauso leicht wieder gelöst - werden. Gerade wurde mir mitgeteilt, dass Homosexuelle in Frankreich auch heiraten dürfen. Sehr cool!

Außerdem konnte ich in dieser Woche lernen, dass man in Frankreich anders streikt, als wir das in Österreich tun. Am letzten Samstag wollte ich mit meiner Mitbewohnerin gerne ein Paket zur Post bringen. "Samstag?", fragt ihr? Natürlich, denn die Post ist auch samstags geöffnet. Eine Poststelle, die aufgrund der Mittagspause geschlossen war, hatten wir bereits angefahren, bis wir zum Hauptpostamt in unserem Bezirk kamen. Dort angekommen wurde mir von meiner Mitbewohnerin erklärt, dass das Amt zu hat, weil sie streiken. Ich habe dann gefragt, ob die ganze Post streikt - und natürlich war dem nicht der Fall. Es ist auch möglich, dass einfach einzelne Geschäfte oder Zweigstellen bestimmter Firmen streiken. So wäre es beispielsweise auch möglich, dass man - wenn das Flugpersonal steikt - nur mit einem bestimmten Flieger nicht fliegen kann, den Flieger mit derselben Route ein wenig später oder früher aber nehmen kann. So stelle ich mir das zumindest vor - es erheitert mich ;)

Naja, aber genug von französischen Merkwürigkeiten.

Was ist in dieser Woche noch passiert?

Eine liebe Freundin aus Klagenfurt hat mich mit zwei Rezepten versorgt, aus diesem Grund gab es im französischen Frankreich am Sonntag ein ganz amerikanisches Pancakebreakfast. Mein Gott, war das gut!

Außerdem habe ich mit meiner Mitbewohnerin die schöne Tradition des Friends- und Desperate Housewives-Binge-Watchings in Französisch mit französischen Untertiteln begonnen. Inzwischen kann ich an manchen Stellen sogar schon lachen...so gut ist mein Französisch schon ;)

S. ist ein sehr erfolgreicher Robotiker. Aus diesem Grund fuhr er in dieser Woche auf die Innorobo in Lyon, eine Robotikmesse, wo er seinen Roboter vorstellte und sich andere, tolle Roboter ansehen durfte. Ich denke, dass es ihm sehr gut gefallen hat...aber, das soll und wird er euch selbst am nächsten Freitag erzählen.

Ich für meinen Teil habe diese Woche genutzt, um die (elendige) Bakkarbeit endlich fertigzustellen, damit ich mich damit NIE WIEDER beschäftigen muss...bis zur Prüfung. Zur Info: MISSION beinahe ACCOMPLISHED! :)

Anyway, ich wünsche euch, liebe Leser, eine schöne Woche. Bis nächsten Freitag.

Alles Liebe, Anna :)

Sonntag, 16. März 2014

Les Antilles de Jonzac


Hallo liebe Leser!

Am letzten Wochenende sind S. und ich endlich in der (so schönen) Gegend herum gefahren. Das Wetter war superwarm für diese Zeit - normalerweise regnet es hier viel, aber an diesem Wochenende haben wir davon gar nichts gemerkt!

Jonzac liegt zirka zwei Autostunden nördlich von Bordeaux und ist ein kleines Dorf. Es lebt vom Wasser - Therme - und von der guten Luft. Wir konnten sonst nicht viel entdecken. Die Therme selbst ist wirklich schön.

Schon von außen sieht sie etwas eigentümlich aus.


S. und ich haben uns einen Tag voll Wellness gönnen wollen und haben daher entschieden, die ganze Therme zu erkunden.
Den ersten Bereich der Therme sieht man gleich, wenn man von den Umkleiden kommt. Es ist der Kinderbereich, der aber nicht nur über die schöne Lagune, eine Liegefläche mit Sand und Palmen und ein Wellenbad verfügt, sondern zugleich auch einen Whirlpool für die Erwachsenen hat. Dieser Teil der Therme heißt "die Lagune" und so sieht es dort auch aus.


Die tropische Atmosphäre dieser Therme ist wirklich cool. Am schönsten fand ich ja die Tatsache, dass man fast mit Fischen schwimmen kann. Total cool!


Als schlaue Urlauberin habe ich uns natürlich eine Jause eingepackt, nur um Folgendes festzustellen:


Schade. Wir mussten also sehr schlau vorgehen, um nicht aufzufallen, als wir unsere Jause trotzdem aßen...weil essen darf man in dieser Therme schon, nur darf man das Essen nicht mitbringen, sondern muss es dort kaufen. r u f*ing kidding me?!?! DAS MACH MA NET! Also, wie gesagt, wie zwei kleine Spione haben wir uns verhalten und sind herumgeschlichen, damit niemand merkt, dass wir gutes Essen jausnen. Hat funktioniert!

Nach der Mittagsjause haben wir uns dann - dank unseres access all areas Passes - in den Erwachsenenbereich begeben, haben gelesen, geschlafen und noch mehr heiß gebadet. Herrlich!

Da die Therme um sieben am Abend zusperrt, wir aber keinen Cent herschenken wollten, sind wir also auch genauso lange geblieben. Abends konnte ich noch ein besonders schönes Foto von der Kinderbadeanlage machen. Das möchte ich hier mit euch teilen:


Abends haben wir dann in unser Hotel eingecheckt und erfahren, dass Thermeneintritte in das Kinderschwimmareal gratis bei unserem Zimmer (für die Dauer des gesamten Aufenthalts) dabei waren. Wir verwarfen beim Abendessen in einer Pizzaria (*mjam*, obwohl es doch keine italienische Pizza ist) die Pläne, am nächsten Tag nach Cognac zu fahren, um diesen Ort zu erkunden und entschieden uns, noch einen Plantschtag einzulegen. Das war kein Fehler ;)

Am nächsten Tag haben wir noch die Gegend um die Therme erkundet und fanden eine wirklich schöne, alte Windmühle, bevor wir uns wieder nach Hause begeben haben.


Insgesamt war das ein sehr schönes, wässriges, faules Wochenende. Total schön!

Alles Liebe, Anna :)

 

Hier findet ihr nähere Infos zur schönen Therme




und zu unserem Hotel.







Freitag, 7. März 2014

Von Katzen und anderen Dingen

Hallo liebe Leser!

Inzwischen ist schon eine ganze Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal außerhalb von Frankreich war...und ich muss sagen, alles beginnt sich ein wenig zu normalisieren. Ich habe es in dieser Woche sogar geschafft, wieder mal für die Uni zu arbeiten - was ich davor sehr lange vor mir hergeschoben habe. Es tut mir gut, dass die Tage strukturierter ablaufen.

Ich kann mein Französisch täglich verbessern, höre viele neue Wörter UND ein paar von ihnen merke ich mir sogar - UNGLAUBLICH! :) 
In letzter Zeit habe ich aber gemerkt, dass dieses Lernen ein wenig zu langsam (für meine Begriffe) vor sich geht. Aus diesem Grund habe ich gestern begonnen, mich nach einem Sprachkurs umzuschauen. Ich habe auch relativ genaue Vorstellungen davon, was der können soll. 

Leider wurde mir bei dieser Suche schlagartig bewusst, dass Bildung VOLL TEUER ist und dass ich mehr machen hätte sollen, als ich noch an der Uni war... . Irgendwie hört man das gerne von Lehrern, die sagen "Später, wenn du fertig bist, dann wirst du die Schule vermissen!". Naja, "vermissen" ist für das, was hier gerade passiert, vielleicht ein viel zu starkes Wort...ich muss aber zugeben, dass ich die Vorzüge eines Studiensemesters, welches 18,00 €uro kostet, jetzt doch wirklich mehr zu schätzen weiß.

Auf meiner Suche nach einer geeigneten Sprachschule, die "Gap Year Courses" anbietet - also Kurse, die länger dauern, weil man länger an einem Ort ist, habe ich feststellen müssen, dass Bordeaux nicht der Nabel der Welt ist. 
Es gibt zwar unglaublich viele Sprachschulen, doch die meisten von ihnen bieten maximal dreiwöchige Kurse an...das wäre ja nicht so schlimm, doch kosten diese drei Wochen schon gut 1000 €uro...und das kann es nicht sein - in Paris könnte ich um dieses Geld ein ganzes Jahr lang in die Sprachschule gehen *grml*.

Die Suche ging also weiter. Dann bin ich auf ein Programm auf einer der Unis in Bordeaux gestoßen, das ähnlich ist, wie Deutsch in Österreich - wie es in Klagenfurt angeboten wird...denke ich. Die schlauen Leute in Bordeaux haben ihre Website nämlich nicht übersetzt. Demnach muss ich (je ne suis pas francophone) diese französische Seite verstehen, auf der mir die Anbieter sagen, wie ich Französisch lernen kann...klingt komisch, ist aber so - und darum: ich bin mir nicht ganz sicher, was ich gefunden habe ;)

Meine "Abenteuer" beschränken sich derzeit noch aufs Einkaufen in Supermärkten. Ich brauche unglaublich lange, weil ich Produkte suchen muss, die es im Wörterbuch nicht gibt oder von denen ich vergessen habe, dass ich ihre Namen nachschaue, bevor ich losfahre. Naja. Ich starre die Schachteln, Dosen und Packungen dann meist so lange an, bis sie mir ihr Wissen verraten, oder bis ich alle anderen Optionen ausgeschlossen habe. Gestern habe ich die gesamte Waschmittelabteilung angestarrt und habe dabei mein neues Lieblingswaschmittel entdeckt:


 
...hoffentlich nicht nur für Katzenwäsche...




Mein Gott, war ich entzückt. Die Franzosen, haben sie Katzen auf der Packung abgedruckt, damit ich das kaufen kann - SOOO EIN GLÜCK!
Mir wurde später am Abend von S. dann auch erklärt, wieso alle Katzen in Frankreich männlich sind - es sind also Kater (weil sie mit dem männlichen Artikel geschrieben werden). Dies kommt nämlich daher, dass es die Form "la chatte" zwar auch gibt, das aber ganz anders verwendet wird...lasst es mich so erklären: in Österreich nennen wir unsere Katzen auch bei Kosenamen, zum Beispiel Murli oder Ähnliches...naja, ein Kosename bezeichnet auch ein anderes Wort für das weibliche Geschlechtsteil - und hier in Frankreich gibt es die "Zweitbezeichnung", also "la chatte" als Katzenname nicht.

So, mit diesem Gedanken verabschiede ich mich von euch und wünsche
eine wunderbare Woche.

Alles Liebe,
Anna.


P.S.: Falls sich jemand wundert: ja, ich habe nach langem Anstarren das entsprechende Produkt in der Waschmittelabteilung gefunden.

Montag, 3. März 2014

DELAYED...



Hallo ihr lieben Leser!

Leider konnte ich meinen tollen, tollen Vorsatz, dass ich freitags update, schon in der ersten Woche nicht einhalten. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber wir hatten Besuch. Eine liebe Freundin, die derzeit in Paris weilt, wo sie auf die Kinder von anderen Leuten aufpasst - kurz au-pair-t - hat sich letzten Donnerstag zu uns bewegt und uns erst gestern Abend wieder verlassen. Es war sehr schön mit ihr.
In der Zeit ihres Besuchs haben S. und ich viel mit ihr gemacht. Wir waren am Rummelplatz,


Rummel auf der Esplanade de Quinconces


welcher sich derzeit am größten Platz Europas befindet und haben uns dort durchwirbeln lassen...Kenner erahnen es schon: nein, ich habe mich nicht wirbeln lassen - dafür bin ich ein zu großer Schisser ;)

An demselben, wunderbaren Samstag haben wir uns auch auf eine Odysee begeben...wir waren zwar nicht so lang unterwegs, wie unser Held der Romanvorlage, haben aber sicher auf genauso viele Menschen getroffen...

Rue Sainte Catherine an einem Samstag

Da sag nochmal Einer, Bordeaux sei soooo klein und sooo still - das stimmt nämlich überhaupt nicht (ja, das ganz im Hintergrund - am Horizont quasi - das sind immer noch Menschen...). Wir hatten sogar besonders viel Glück, da an diesem vergangenen Wochenende bei uns der Faschingsumzug der deux rives stattfand, was dazu führte, dass sowohl Kinder, als auch Erwachsene verkleidet durch die Stadt gingen. An diesem Umzug nahmen sogar Gruppen mit kleinen Kindern teil, und Erwachsene wie Kinder hatten sich im Vorfeld für ihre Kostüme mehr oder minder verausgabt :)


Carnaval de 2 rives - Quai Louis XVIII

Zum Abschluss eines ganz tollen Wochenendes begaben wir uns noch Richtung Meer. Auch wenn es bei uns relativ viel regnet, so sollte der Sonntag seinem Namen doch gerecht werden. Am Vormittag starteten wir mit Picknick und einem Body-Board im Gepäck zur Dune du Pilat, der größten Wanderdüne Europas. Im letzten Sommer hatten S. und ich unseren Besuch schon dorthin geführt - ich konnte mich also gut daran erinnern. Voller Traurigkeit musste ich feststellen, dass die Plastiktreppe, welche uns bei den letzten Besuchen den Aufstieg um Einiges erleichtert hatte, nun nicht mehr vorhanden war...die wird anscheinend nur in der Hauptsaison aufgebaut, Touristen wie wir, die in der Nebensaison anreisen, müssen sich selbst da hinauf quälen...


Dune du Pilat

Diese Düne wurde von uns drei unerschrockenen Wanderern erklommen...oben angekommen kam das Bodyboard zur Verwendung - schließlich muss man auch irgendwie wieder herunter kommen. Ich für meinen Teil bin nicht auf diesem Board, sondern auf meinen zwei Füßchen heruntergehopst (wieder: Schisser), aber ich muss wieder mal sagen...ES IST FAST WIE FLIEGEN...man hat quasi sieben Meilen Stiefel an und springt und springt hinunter - voll schön!
Anschließend fuhren wir weiter Richtung Strand - unser Besuch wollte 2014 das Meer sehen und außerdem ist so eine Mittagsjause am Atlantik auch nicht zu verachten. Nach dieser guten Mahlzeit wurde noch ein bisschen mit dem Kite geflogen.




Ein typisches Wochenende eben ;) Nein, im Ernst...es war ein sehr erlebnisreiches, aber doch atypisches Wochenende hier in Frankreich.
Natürlich durften gutes Essen und viele, lustige Gespräche an diesem Wochenende nicht fehlen. S. und ich danken für den schönen Besuch und freuen uns schon, wenn man sich wieder sieht!

Bis Freitag - diesmal wirklich, 
Anna :)