Freitag, 7. März 2014

Von Katzen und anderen Dingen

Hallo liebe Leser!

Inzwischen ist schon eine ganze Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal außerhalb von Frankreich war...und ich muss sagen, alles beginnt sich ein wenig zu normalisieren. Ich habe es in dieser Woche sogar geschafft, wieder mal für die Uni zu arbeiten - was ich davor sehr lange vor mir hergeschoben habe. Es tut mir gut, dass die Tage strukturierter ablaufen.

Ich kann mein Französisch täglich verbessern, höre viele neue Wörter UND ein paar von ihnen merke ich mir sogar - UNGLAUBLICH! :) 
In letzter Zeit habe ich aber gemerkt, dass dieses Lernen ein wenig zu langsam (für meine Begriffe) vor sich geht. Aus diesem Grund habe ich gestern begonnen, mich nach einem Sprachkurs umzuschauen. Ich habe auch relativ genaue Vorstellungen davon, was der können soll. 

Leider wurde mir bei dieser Suche schlagartig bewusst, dass Bildung VOLL TEUER ist und dass ich mehr machen hätte sollen, als ich noch an der Uni war... . Irgendwie hört man das gerne von Lehrern, die sagen "Später, wenn du fertig bist, dann wirst du die Schule vermissen!". Naja, "vermissen" ist für das, was hier gerade passiert, vielleicht ein viel zu starkes Wort...ich muss aber zugeben, dass ich die Vorzüge eines Studiensemesters, welches 18,00 €uro kostet, jetzt doch wirklich mehr zu schätzen weiß.

Auf meiner Suche nach einer geeigneten Sprachschule, die "Gap Year Courses" anbietet - also Kurse, die länger dauern, weil man länger an einem Ort ist, habe ich feststellen müssen, dass Bordeaux nicht der Nabel der Welt ist. 
Es gibt zwar unglaublich viele Sprachschulen, doch die meisten von ihnen bieten maximal dreiwöchige Kurse an...das wäre ja nicht so schlimm, doch kosten diese drei Wochen schon gut 1000 €uro...und das kann es nicht sein - in Paris könnte ich um dieses Geld ein ganzes Jahr lang in die Sprachschule gehen *grml*.

Die Suche ging also weiter. Dann bin ich auf ein Programm auf einer der Unis in Bordeaux gestoßen, das ähnlich ist, wie Deutsch in Österreich - wie es in Klagenfurt angeboten wird...denke ich. Die schlauen Leute in Bordeaux haben ihre Website nämlich nicht übersetzt. Demnach muss ich (je ne suis pas francophone) diese französische Seite verstehen, auf der mir die Anbieter sagen, wie ich Französisch lernen kann...klingt komisch, ist aber so - und darum: ich bin mir nicht ganz sicher, was ich gefunden habe ;)

Meine "Abenteuer" beschränken sich derzeit noch aufs Einkaufen in Supermärkten. Ich brauche unglaublich lange, weil ich Produkte suchen muss, die es im Wörterbuch nicht gibt oder von denen ich vergessen habe, dass ich ihre Namen nachschaue, bevor ich losfahre. Naja. Ich starre die Schachteln, Dosen und Packungen dann meist so lange an, bis sie mir ihr Wissen verraten, oder bis ich alle anderen Optionen ausgeschlossen habe. Gestern habe ich die gesamte Waschmittelabteilung angestarrt und habe dabei mein neues Lieblingswaschmittel entdeckt:


 
...hoffentlich nicht nur für Katzenwäsche...




Mein Gott, war ich entzückt. Die Franzosen, haben sie Katzen auf der Packung abgedruckt, damit ich das kaufen kann - SOOO EIN GLÜCK!
Mir wurde später am Abend von S. dann auch erklärt, wieso alle Katzen in Frankreich männlich sind - es sind also Kater (weil sie mit dem männlichen Artikel geschrieben werden). Dies kommt nämlich daher, dass es die Form "la chatte" zwar auch gibt, das aber ganz anders verwendet wird...lasst es mich so erklären: in Österreich nennen wir unsere Katzen auch bei Kosenamen, zum Beispiel Murli oder Ähnliches...naja, ein Kosename bezeichnet auch ein anderes Wort für das weibliche Geschlechtsteil - und hier in Frankreich gibt es die "Zweitbezeichnung", also "la chatte" als Katzenname nicht.

So, mit diesem Gedanken verabschiede ich mich von euch und wünsche
eine wunderbare Woche.

Alles Liebe,
Anna.


P.S.: Falls sich jemand wundert: ja, ich habe nach langem Anstarren das entsprechende Produkt in der Waschmittelabteilung gefunden.

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