Freitag, 25. April 2014

Das Leben in einem Schloß oder: Der Prinz auf seinem Abenteuer

Hallo liebe Leser!

Diese Woche hat euch Sven wieder etwas zu erzählen. Aus diesem Grund übergebe ich ihm jetzt gleich das Keybord. Euch wünsche ich viel Spaß und alles Liebe! Wir hören uns nächsten Freitag!

Anna :)



Hallo Leute!

Diese Woche war ich wieder wegen meiner Arbeit unterwegs, diesmal allerdings im Ländle. Also musste ich nur 600km mit einem kleinen Lieferwagen fahren, um unsere Roboter auszuliefern.
Abgesehen davon, dass die Arbeitsreisen immer etwas auslaugend sind, sind sie doch immer wieder spannend und unbekannt. Das weckt natürlich die Neugierde :-)

Wie schon öfters in diesem Jahr, war ich wieder einmal dazu angehalten für eine potenzielle Kundschaft eine Demonstration mit unseren Robotern zu machen. Auch wenn man denkt und ich oft hoffe, dass ein einmal geschriebenes Programm einfach wieder ausgeführt werden kann und eine erneute Demo somit weniger arbeit wäre, so muss ich immer wieder erfahren, dass dem nicht so ist. Jedesmal verändert sich das Publikum und unsere Software wird auch immer ausgefinkelter.

Die Herausforderung dieser Demo bestand allerdings darin, dass ich einen neuen Industrieroboter auspacken und innerhalb von 2 Stunden komplett aufbauen und betriebsfertig machen musste. Prinzipiell hat es dann auch funktioniert, aber während dieser 2h Stunden hatte ich schon einen erhöhten Stresslevel, ähnlich wie vor einer großen Prüfung.

Diesmal hatten ein Arbeitskollege und ich die Ehre, diese Demo auf einem Schloss in der Nähe von Paris vorzuführen und auch dort zu übernachten. Wo genau? In einem Schloss - jawohl! :D


Das Château inklusive seinem Anwesen besteht aus einigen, sehr großzügig gestalteten, Häusern. Der Haupteingangsbereich sah so aus:


Alles war sehr sauber und geplegt, das Personal natürlich super freundlich und man konnte soviel essen und trinken wie man wollte.

Nach einem sehr wohlschmeckenden Abendessen, das leider so gut war, dass ich unmöglich Zeit hatte Fotos zu machen, ging es dann noch in ein benachbartes Haus, um den "Digestiv" einzunehmen. Das Haus beherbergte früher eigentlich mal die Stallungen (Écuries), wurde aber etwas umfunktioniert - wie ihr hier sehen könnt:


Und in den Pferdezwingern sieht es auch etwas anders als gewöhnlich aus:


Das Châteu wird überwiegend für Seminare benutzt, wobei die Gäste dann auch übernachten können. Hier habe ich mal den Teil abgelichtet, in dem ich geschlafen habe.


Da die Zimmer über das ganze Anwesen verteilt sind, sind natürlich die Distanzen zwischen den einzelnen Gebäuden auch nicht so klein. Zum Glück kann man sich mit Caddys, Fahrrädern oder anderen kleinen fahrbaren Untersätzen, wie diesem hier, weiterhelfen:

 

Als der kleine Prinz - das bin ich - dann am nächsten Morgen, bestens ausgeruht in seinem Prinzenbett aufgewacht war, wurde es dringend Zeit, wieder mal ein ordentlich Frühstück einzunehmen. Allerdings gab es da nach Chocotresor, Knupermüsli, Obstsalat und frischen Früchten nur ein Problem: welche Marmelade nehmen wir nun für unseren frischen Crêpe?

 (P.S.: Der Block im Hintergrund ist Butter.)
Ein bisschen komisch war es auch, als ich am Frühstückstisch saß und sich dann nach und nach die obersten Direktoren (Größenordnung 8k Mitarbeiter) der anderen Firma zu mir an den Tisch gesetzt haben. Es war für Sie, glaub ich, auch spannend, mal einen coolen Roboter zum Anfassen in Aktion gesehen zu haben. Da hatten Sie natürlich auch genug Fragenpotenzial.

Naja - dann ging es auch schon wieder ab nach Hause. Irgendwie konnte ich es mir dann auf der Rückfahrt nicht verkneifen, ein Foto des LKWs auf meiner Spur auf der Autobahn zu machen. Das war - irgendwie - ein bisschen verwirrend:

 
Gut für mich, dass er LKW dann doch auf einem Anhänger war. :-)

Dies war für mich auch jedenfall ein schöner Ausflug mit vielen neuen Eindrücken, auch wenn dieser durch meine Arbeit initiiert wurde.

Viele Grüße an alle, die welche wollen. ;-)

Grüßle, 




Freitag, 18. April 2014

Es "ostert"!

Hallo liebe Leser!

Bei uns ist bald Ostern - bei euch auch? ;)
Aus diesem Grund habe ich mir gedacht, dass ich euch zeige, wie wir dieses Fest in diesem Jahr feiern werden.

Zuerst möchte ich euch aber noch erzählen, was Sven und ich am vergangenen Montag Abend gemacht haben - wir waren nämlich beim Quiz! ;)
Unser Mitbewohner hat - bis vor sechs Monaten oder so - selbst dieses Quiz geleitet. Es findet ein Mal im Monat am Montag Abend in einem Pub in Bordeaux - dem Golden Apple - statt.

Wir sind also dort hin, haben Burger and Beer (oder doch eher Magners - also einen Cider) bestellt und verspeist und ließen uns danach von Anthony durch den Abend "fragen".
Das Essen war soooo gut (und wir waren auch schon sooo hungrig), dass ich ganz sneaky das Essen vom Nachbartisch fotografiert habe...weil unseres schon *weg* war. :D
Die Cheesecake gehört einem Freund von uns - ich konnte sie aber leider auch nicht "ganz" fotografieren, da er sich sehr auf sie gefreut hat. :)

Die Fragen variierten von Haupstädten europäischer Länder über True and False bis hin zu Lieder erkennen... da waren schon einige dabei, die gar nicht so leicht waren... ;)

Am Ende konnten wir den legendären 3. Platz belegen - die Gewinner bekommen übrigens einen 50 €uro Gutschein, der zweite Platz ein Pint Beer.

So schön war unser letzter Montag - ich hoffe, eurer auch! :)

Jetzt wird es aber österlich

Ich habe ja vor einiger Zeit erzählt, dass ich wieder gerne koche und backe...und bastle. Genau diese drei Hobbys von mir sind es, die diese Woche "dominiert" haben.

Zu allererst habe ge-pappmaché-t...weil, woher sollen die hübschen, kleinen und vor allem SELBSTGEBASTELTEN Dekorationen denn sonst herkommen? :)

Was ich genau gemacht habe? Osternesterl, eine Kerzenschale und einen Osterhasen. Auch wenn die Dekos aus Papier sind - ihr braucht euch nicht zu fürchten: die Kerze wird nicht angezündet.
Die Nester werden vom Osterhasen am Sonntag dann versteckt und wir können uns alle freuen.

Außerdem hab ich mir gedacht, dass ein Türkranz - ja, ich bin altmodisch und nein, ich bin noch nicht 40 ;) - ganz schön wäre. Den wollte ich auch selbst machen. Leider kann ich euch die Fotos davon noch nicht zeigen, da er noch ein "working progress" ist...aber vl. reiche ich das ja in ein, zwei Wochen nach. Und ja: wir hängen ihn auch noch nach Ostern an die Tür...der war sooo viel Arbeit (das hab ich unterschätzt) und deswegen wird er aufgehängt. Komme was wolle! ;)

So, das war es auch schon mit den österlichen Dekos.

Was ist in letzter Zeit noch passiert? Achja...große Freude.
Es haben uns gleich drei Pakete aus Österreich erreicht. 

Meine Mama hat die "Gummibärenbande" geschickt, weil es in Frankreich keine "echten" Gummibärchen gibt...wie ich sehr, sehr traurig feststellen musste. Aus diesem Grund freue ich mich jedes Mal sehr, wenn ich ein Bärchen esse.

Svens Eltern haben uns einen Palmbuschen, Osterfleisch und Kren zukommen lassen. Dies werden wir am Sonntag mit Baguette verspeisen...da sag' nochmal jemand, "Multi-Kulti" ginge nicht ;)

Das dritte Paket kam von einer Freundin aus Österreich. Sie hat meinen Sonntags-Deutschkurs übernommen. Ich habe mich wirklich irrsinnig über dieses Packerl gefreut.
Die Köpfe meiner ehemaligen Schüler habe ich aus Anonymitätsgründen abgedeckt.
Nicht nur, dass mich diese äußerst nette und zuvorkommende Person mit Schokolade, Hobbits und einer nicht-germanistischen Lektüre versorgt, nein - sie hat mir auch eine Karte gebastelt. Als der Postbote an der Türe war - da hab ich fast losgeweint. Ich hab mich wirklich irrsinnig gefreut!!!

Weil wir von diesen vier Individuen in dieser Woche so nett beschenkt wurden, haben wir uns entschieden, es ihnen gleich zu tun und hoffen, dass wir ihnen auch so eine große Freude machen können, wie sie sie uns gemacht haben. Diese Pakete werden morgen aufgegeben und sind sicher auch als "nach-Oster-Packis" herzlich willkommen...hoffentlich. :)

So, das war alles von meiner Seite. Ich gehe jetzt an die frische Luft und genieße das bordolesische Sonnenwetter.
Ich hoffe, ihr habt auch schöne Osterfeiertage und ich wünsche allen, die kein Ostern feiern, ein schönes Wochenende. Erholt euch gut.

Alles Liebe, 






P.S.: Man freut sich über Kommentare!

Freitag, 11. April 2014

Toulouse, wir haben dich gesehen!

Hallo liebe Leser!

Sven und ich nutzten das letzte week-end, um uns eine Stadt, die sich 2,5 Zugstunden von uns entfernt befindet, anzusehen. Wir haben also kurzfristig ein günstiges Hotel und Jugendkarten für den Zug (ja, in Frankreich gibt es die "ÖBB-unter-26-Karte" bis man fast 28 ist) gebucht und machten uns auf den Weg, Toulouse, das mir von ihren Einwohnern (als ich mit dem Flugzeug dort landete) als "wunderschön" und "sehr sehenswert" beschrieben wurde, zu erkunden.


Dort angekommen, machten wir uns gleich auf, um unser Zimmer im Hotel zu beziehen. Wir haben uns dafür ein kleines aber feines Hotel in Bahnhofsnähe ausgesucht, von welchem wir total begeistert waren. Es gehört nämlich keiner Hotelkette an, sieht daher total nett (und nicht überstandardisiert) aus, das Personal war superfreundlich und hilfsbereit (und hatte viel Nachsicht mit unserem Französisch) und außerdem war das Frühstück nicht nur inklusive, sondern auch sehr, sehr lecker (was auch nicht selbstverständlich ist für ein Zwei-Sterne-Hotel).

Als erstes sahen wir uns also die "bekannteren" Sehenwürdigkeiten in Toulouse an. Wir fanden die Pont Neuf (auf englisch wird sie als "The New Old Bridge" beschrieben) und so sieht sie aus:

Wenn man darüber geht, dann kann man die (hier sehr schmutzige, in Bordeaux aber noch saubere) Garonne sehen. Über diesen Fluss werde ich euch bei Zeiten aber mehr erzählen.



Übrigens wurde ich von Sven auf dieser Brücke "aufgeklärt". Ich habe mich nämlich sehr gefreut, dass das Wasser und ein kleiner Teil dieser Brücke uns Österreicherinnen und Österreichern gehört. Warum? Darum:


Leider wurde mir dann mitgeteilt, dass das nicht unsere Flagge, sondern ein "Einfahrt verboten"-Schild für Schiffe ist. Schade! ;)

Danach haben wir uns auf den Weg ins Altstadtzentrum gemacht. (Ja, wir haben uns verlaufen. Aus diesem Grund war der Weg ein bisschen unlogisch :D ).
Auf dem Weg dahin fanden wir ein supertolles, kleines Spielgeschäft (Brettspiele), das uns sehr gut gefallen hat. Vielleicht - vielleicht auch nicht - aber eher schon - haben wir dort auch neue und bisher schon geliebte Spiele gesehen, die wir schon jetzt sehr gerne Spielen bzw. "unbedingt" haben müssen. ;)



In der Altstadt angekommen findet man gleich den Place du Capitol, quasi den Hauptplatz von Toulouse. Dort fand aber eine Demonstration (oder Ähnliches) statt, weswegen wir abends nochmals hingegangen sind. Da war der Platz dann leerer und wir konnten ihn besser bewundern.


Als wir weiter durch die Stadt spazierten, fanden wir auch ein Museum, in dem gerade ein Ausstellung zu Filmkostümen läuft. Das hätte mich sehr interessiert, wir haben uns dann aber aufgrund mangelnder Französischkenntnisse und Zeit gegen den Besuch dieser Ausstellung entschieden. Ich fand die Kleider dort aber so toll, dass ich sie (wie wild) fotografiert habe...ich bin halt doch ein Mädchen. ;)


Weiter durch die Stadt stießen wir bald auf die Basilique Saint Sernin. Die Kirche ist nicht nur sehr schön, sondern man kann davor auch ganz toll Jausenpause machen. Außerdem ist sie ein geeigneter Ort, um versteckte Schätze zu finden (*hint hint*).


Nach einer kleinen Kirchenerkundung und unserer Rast-Pause ging es wieder Richtung Garonne. Neben dem Fluss sind kleinere Parks (Pärke? ;) ) angelegt, weswegen man dort am Wochenende viele Menschen trifft. Da uns aber die Schatzsucherlust gepackt hatte, konnten wir uns dort (klarerweise) nicht aufhalten...es soll ja keiner sehen, was wir tolles finden. ;)
Außerdem ist uns beim Spazieren entlang des Wassers aufgefallen, warum Toulouse auch "die rosa Stadt" heißt...und ich glaube, ihr könnt auch sehen, warum das so ist:



Richtig, die Wände vieler Häuser sind (rosa)rot. Außerdem hat in Toulouse (beinahe) jede Straße zwei Straßenschilder: einmal der Name der Straße und darunter oder daneben der Name der Person (mit Beschreibung), nach der diese Straße benannt ist. Außerdem kann man auch Stadtpläne an Häuserwänden entdecken. :)

Wir begaben uns also weiter weg vom Wasser und - so dachten wir zumindest - den vielen Menschen und haben uns noch eine bekannte "Sehenswürdigkeit" von Toulouse angesehen - den Jardin des Plantes. Schon der Eingang ist sehr imposant:



Weiter drinnen findet man nicht nur ein Museum (in dem momentan eine Bären-Ausstellung läuft und für die sich Sven sehr interessiert hat, wir aber wieder nicht hingegangen sind, weil keine Zeit...), sondern der Garten liegt voller Schätze, von denen wir auch einige bergen (und wieder verstecken) konnten. Außerdem konnten wir noch andere, wunderschöne und - im Falle des Go-Card Rings - "nützliche" Dinge entdecken.



Als es schon später wurde (und wir vom ganzen Herumlaufen sehr, sehr hungrig waren) bewegten wir uns wieder zur Garonne hinunter. Auf dem Weg dorthin konnten wir in einem Subway halten und uns stärken. An diesem Abend fand (mit Start an der Garonne und Ziel irgendwo im Altstadtbereich) nämlich der Faschingsumzug von Toulouse statt. 



Die Franzosen...die feiern Fasching ganz anders als wir. Ich war zwar noch nie am Grazer Hauptplatz, als Faschingsumzug war, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich die Grazer so viel antun, wie die Toulousaines.


Ja, die machen sich voll die Arbeit und tanzen auch sehr viel. Ich habe mir nur gedacht, dass ich diesen Umzug durch die Stadt...eeeeewig war der und sie waren noch nicht fertig, als wir gegangen sind...SICHER NICHT so durchhalten, durchtanzen und durchsingen könnte.
Nach Ende des Umzugs muss es in der Stadt übrigens ungefähr so ausgesehen haben:


(Ja, die Konfetti waren am nächsten Tag immer noch da...)

Der Umzug hat uns wirklich gut gefallen...warum sonst, hätten wir uns dort 3+ Stunden die Füße in den Boden gestanden (wir sind dann nach dieser Zeit gegangen, obwohl der Umzug noch in vollem Gange war...wir waren eben einfach SUPERMÜDE!)

Am nächsten Tag - nach dem tollen Frühstück - machten wir uns auf, eine andere "berühmte" Sehenswürdigkeit von Toulouse zu besichtigen, die Cité de l'espace.


Ja Anna, was ist denn das? Die Cité de l'espace ist ein Weltraummuseum, in dem man sich - wer hätte das gedacht - alles, was mit unserem Universium, Forschung und bemannter Raumfahrt zu tun hat, ansehen kann. 


von links oben nach rechts unten (zeilenweise):
Größeneinschätzungen mit Hochzahlen, echtes Mondgestein, Anna wird gleich "auf dem Mond" wandern, Ausstellungsstück im Garten, Nachbau desSpace-Shuttles "Ariane 5", Spiel: stelle ein ausgewogenes Menü für einen Astronauten zusammen, Weltkugelcenter, Kinderspielplatz, Experimente mit "vide" (Vakuum) (hier: Magdeburger Halbkugeln), anderes Exponat im Garten, Anna kommt "vom Mond" zurück, Cinedome mit I-Max Kino

Daneben kann man auch viele coole Dinge entdecken, denn: ES IST EIN KINDERMUSEUM! *yeah* Aus diesem Grund konnten wir nicht nur von der



(MIR - das ist russisch für "Friede" oder "Welt") lernen...

von links nach rechts oben: Schlafkabine für "Gast-Astronauten", Tretmühle für Sport im Weltall, Waschbecken für Gesichtswäsche mit Auslassungen für die Hände
von rechts nach links unten: Glashaus, Herd, Ausstiegskapsel zum Weltall 

...sondern haben auch viele lustige Fotos gemacht...



...einen "echten" Mondmann getroffen...



...und Kinderexperimente bewundern können.



Und was haben wir gelernt? Nicht zu viel Stoff, aber genug Druck...oder so...Sven? HILFE!   :D

Im Inneren der Haupthalle fanden außerdem auch noch sehr anschauliche und interaktive "Spiele" statt, bei denen man sich einmal auf den "Mond" begeben kann und dort laufen soll (irgendwas mit Rucksack und Reißleinen und Relation zu Masse des Menschen und Schwerkraft des Mondes...Sven kann das besser erklären ;) ).


Außerdem ist es möglich, dass man den eigenen Gleichgewichtssinn "betäubt" und so feststellt, wie sich Astronauten im Weltall fühlen (müssen). Sven hat das auch gleich ausprobiert.



Nach diesen Tagen voller Erlebnisse sind wir müde, aber sehr zufrieden zurück nach Bordeaux - in die Heimat - gefahren.



Für uns war es ein sehr schöner Ausflug, den wir sicher nicht so schnell vergessen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Woche, macht es gut, bis nächste Woche.






 


P.S.: Ich habe gelayoutet. Was sagt ihr dazu? :)

Freitag, 4. April 2014

Cap Sciences

Hallo liebe Leser!

In dieser Woche waren Sven und ich sehr fleißig. Mein PC hat ein neues Betriebssystem bekommen, ich habe meine Bakk.-Arbeit abgeschlossen, meinen Arbeitsvertrag unterschrieben, wir haben Briefe an diverse französische Institutionen versendet, auf die Antworten dieser Institutionen gewartet, ein Schuhkastl gekauft und montiert, und ganz nebenbei auch Zeit für einander gehabt!

In letzter Zeit habe ich auch wieder mit "gerne kochen" begonnen. Das äußert sich bei mir immer so, dass ich viel Zeit online verbringe, um möglichst viele Rezepte, die unglaublich umständlich klingen und für die man viele Töpfe anpatzen muss, zu finden, um diese dann am Abend danach auszuprobieren. Die Sachen schmecken meistens sehr gut (z.B. Karottenlaibchen), die Töpfe muss ich aber selbst abwaschen. Anyway, ich koche gerne und es freut mich, dass ich endlich wieder gerne koche.

Und was mache ich noch, nachdem ich nun mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben habe? Achja: backen ;)
Ich hatte wirklich vergessen, wie gerne ich das mache. Und jetzt, da ich in Frankreich wohne und weil Franzosen viel amerikanischer sind, als ich zuerst dachte, steht mir die Welt zu tollen und in Österreich nicht verfügbaren Produkten, aus denen ich kleine Kekse, Muffins, Kuchen und Torten machen kann, offen...und dies tue ich auch. Das ist lustig, das macht Spaß! Sven und meinen Mitbewohnern scheint es zu schmecken, also mache ich weiter ;)

Am Abend haben wir - sofern Sven nicht mit Freunden in Österreich DOTA2 o.Ä. gespielt hat oder wir zu müde für alles andere waren, manchmal Serien geschaut. An einem Abend haben wir uns aber dazu bequemt, einen Film anzusehen. 

(source)
Ich kann diesen Film allen Leuten, die Zauberer, den Hulk oder Morgan Freeman mögen, nur wärmstens ans Herz legen. Den anderen von euch möchte ich sagen: ich sagte, der Film ist mit ZAUBEREI!!! Was ist los mit euch?!?!?!?! ;) 

Zum Wetter in Bordeaux. "Wetter", sagt ihr etwas grummelig? Ja, Wetter. Wetter ist doch ein gutes Thema, viele Leute reden gerne über Wetter...also kann ich das auch machen. Das Wetter in Bordeaux...
Wusstet ihr eigentlich, dass Bordeaux die Stadt mit dem meisten Regen in ganz Frankreich ist? Ich habe das zuerst nicht geglaubt, weil ich dachte - "Bordeaux, da kommt der Wein her, da scheint die Sonne!". Ist auch so. Im Sommer. Manchmal.
Derzeit wechselt das Wetter zwischen "ein ganz kleines bisschen Sonne", "keine Sonne", "Regen" und "Weltuntergang" - jeden Tag, drei bis sieben Mal. Ja. Wetter ist ein Thema, über das man in Bordeaux gut reden kann. 

Inzwischen habe ich mich an diese Wechselhaftigkeit auch schon gewöhnt, aber was in dieser Woche passiert ist, das hab ich so nicht kommen sehen. 
Mittwoch morgen, schönster Sonnenschein. Mittwoch Mittag, wir bewegen uns langsam auf "kalt, kalt, superkalt" zu. Mittwoch Nachmittag passierte dann das:


HAGEL. Nicht einfacher Hagel. Ein Hagelsturm. Seht ihr die kleinen Striche in der Mitte des linken Bildes? Das ist der Hagel. (Als brave Bloggerin habe ich das natürlich gleich dokumentiert.) So was habe ich Österreich - ehrlich - noch nie gesehen. Es hat begonnen und der Himmel war offen. Von ihm herunter fielen tausende und abertausende Steine.
Und genauso schnell, wie der Hagel begonnen hatte, hatte er auch wieder geendet. Einfach so. Keine zehn Minuten später war alles schön und die Hagelkörner waren vierzig Minuten später auch ganz verschwunden. Wieder zwanzig Minuten später schien die Sonne.
Was ich damit sagen will: liebe Leute, jeder der mich/uns besuchen kommt...packt für vier Jahreszeiten (es ist auch wirklich egal, zu welcher Jahreszeit ihr kommt...einfach für vier Jahreszeiten packen, ihr werdet eh alles brauchen) ;)

Nun aber zum Highlight dieses Eintrags: Sven und ich waren am vergangenen Wochenende im Kinder-Wissenschaftsmuseum von Bordeaux und haben dort von T.rex(en), dem Heim der Zukunft und dem mobilen Menschen gelernt. Schon der Weg zu diesem Museum ist wirklich imposant. Direkt neben ihr ist nämlich die "neue" Brücke - Sven nennt sie so, weil wir keine Ahnung haben, wie sie wirklich heißt.


Während ihr euch das Foto dieser tollen Brücke angesehen habt, habe ich gegoogelt und weiß nun, wie die "neue Brücke" wirklich heißt. Ihr Name ist nämlich pont Jacques Chaban Delmas. Ich empfehle allen, die wissen wollen, warum diese Brücke soooooo unglaublich cool ist, sich den Hyperlink anzusehen - das Bild verrät es dort!

Kurz bevor wir beim Haupteingang des Museums angekommen waren, wurden wir bereits von T-Rex - oder wie er im Museum geschrieben wird: "T.rex" - begrüßt.


Wie gesagt, das Museum befindet sich direkt neben der Brücke und heißt übrigens Cap Sciences


 Es bietet derzeit drei Ausstellungen an, die wir alle besucht haben - 'cause we're fancy like that ;).


Innen angekommen konnte man sich für die - ich nenne sie jetzt - Dino-Card - registrieren. Somit wurden einem die eigenen künstlerischen Werke nach Beendigung der Führung zugeschickt. Aus diesem Grund kann ich mit euch auch teilen, wie schön der T.rex, den Sven und ich gemeinsam entwarfen, wirklich war (links). Außerdem seht ihr daneben, wie toll wir Dinosaurier anmalen können.


Es gab auch einen Raum, in dem die Dinos "lebendig" wurden. Hier der Beweis:


Die gesamte Ausstellung war sehr interaktiv gestaltet - naja, für Kinder eben. Was mir aber wirklich gut gefallen hat, war dass die Ausstellungstexte sowohl auf Französisch, als auch auf Englisch vorlagen. Somit konnte ich - ja, meine Damen und Herren, so gut kann ich es schon - das Kinderfranzösisch lesen...und das, was ich nicht verstanden hatte, habe ich auf Englisch nachgelesen. In den verschiedenen Räumen gab es auch Quizteile. Hier sieht man Sven und mich, wie wir die Dreijährigen besiegen (und es aber doch nicht ganz bis an die Spitze schaffen...). ;)

Ja, wir haben im Kindermuseum gegen Dreijährige ein Wissensquiz gemacht...und nicht mal gewonnen ;)
Dafür konnte ich so aber viele neue Wörter - die sich in den Fragen versteckt hatten - auf Französisch lernen.

In jedem Raum standen Museumspädagoginnen (eine davon sprach Deutsch, meinte aber, dass ihr Deutsch "alt" ist und mein Französisch gar nicht so schlecht :) ), die die kleinen Kinder unterhalten haben, was für uns beide auch sehr gut war - wir konnten so mehr lernen. Das Highlight unseres Aufenthalts stellte aber sicher der T.rex dar, mit dem man sich fotografieren lassen konnte.


Gleich nach diesen Bildern konnten wir von einer Museumspädagogin übrigens lernen, dass der T-Rex nicht mit Reptilien, sondern mit Hühnern, Enten, Adlern - kurz: Geflügel - am Nähesten verwandt ist - sehr interessant (und ja, die nette Dame hat Französisch gesprochen...ich bin mir aber trotzdem sicher, dass wir das richtig verstanden haben) ;)
Außerdem konnten wir erfahren, dass der T-Rex in den Jurassic Park Filmen falsch dargestellt wurde. Junge T-Rexe (wie steigert man das eigentlich?) waren - nach neueren Erkenntnissen - zwar furchtbar schnell, ältere Tiere aber furchtbar träge. Aus diesem Grund ist es eher unwahrscheinlich, dass die Rexis mit 80 km/h - so wie im Film - durch die Gegend getigert sind.


Sven und mir hat diese Ausstellung sehr gut gefallen. Ein bisschen enttäuscht waren wir von den anderen beiden Ausstellungen, weil die viel kleiner und mit weniger Ausstellungsstücken - von denen auch nur die Hälfte funktioniert hat - ausgestattet waren. Zwar konnten wir mit einem Holo-Cubtile spielen (sehr cooles Video hinter dem Hyperlink), was wirklich außerordentlich cool war und dazu führte, dass Sven meinte, dass er nun weiß, wie Teal'c ein ganzes Raumschiff mit so einem Kubus steuern konnte - doch macht dies nicht die eher geringe Anzahl an Exponaten weg. Wäre ich ein Kind, wäre mir das aber nicht zu wenig - und: wäre ich noch nie in London im Science-Museum gewesen, dann hätte ich diese Ansprüche wohl auch nicht. (Hier mein Appell an alle: Wenn ihr in London seid, geht ins Science Museum - wenn ihr euch für Science und spielen interessiert...es wird sich für euch lohnen!). Nunja, ich vergebe 3 von 5 Hello-Kittys. ;)

Da ihr jetzt gesehen habt, was wir an diesem Wochenende gelernt haben und sogar auch übers Wetter geredet wurde, bleibt mir nur mehr, euch eine tolle Woche zu wünschen und zu sagen, dass ich mich sehr über die - 450 Aufrufe dieses Blogs freue. Es macht mich unglaublich stolz, wenn mir einige von euch erzählen, dass sie meine Einträge lesen. Dankeschön dafür!

Alles Liebe und bis nächsten Freitag,
Anna :)