Freitag, 25. April 2014

Das Leben in einem Schloß oder: Der Prinz auf seinem Abenteuer

Hallo liebe Leser!

Diese Woche hat euch Sven wieder etwas zu erzählen. Aus diesem Grund übergebe ich ihm jetzt gleich das Keybord. Euch wünsche ich viel Spaß und alles Liebe! Wir hören uns nächsten Freitag!

Anna :)



Hallo Leute!

Diese Woche war ich wieder wegen meiner Arbeit unterwegs, diesmal allerdings im Ländle. Also musste ich nur 600km mit einem kleinen Lieferwagen fahren, um unsere Roboter auszuliefern.
Abgesehen davon, dass die Arbeitsreisen immer etwas auslaugend sind, sind sie doch immer wieder spannend und unbekannt. Das weckt natürlich die Neugierde :-)

Wie schon öfters in diesem Jahr, war ich wieder einmal dazu angehalten für eine potenzielle Kundschaft eine Demonstration mit unseren Robotern zu machen. Auch wenn man denkt und ich oft hoffe, dass ein einmal geschriebenes Programm einfach wieder ausgeführt werden kann und eine erneute Demo somit weniger arbeit wäre, so muss ich immer wieder erfahren, dass dem nicht so ist. Jedesmal verändert sich das Publikum und unsere Software wird auch immer ausgefinkelter.

Die Herausforderung dieser Demo bestand allerdings darin, dass ich einen neuen Industrieroboter auspacken und innerhalb von 2 Stunden komplett aufbauen und betriebsfertig machen musste. Prinzipiell hat es dann auch funktioniert, aber während dieser 2h Stunden hatte ich schon einen erhöhten Stresslevel, ähnlich wie vor einer großen Prüfung.

Diesmal hatten ein Arbeitskollege und ich die Ehre, diese Demo auf einem Schloss in der Nähe von Paris vorzuführen und auch dort zu übernachten. Wo genau? In einem Schloss - jawohl! :D


Das Château inklusive seinem Anwesen besteht aus einigen, sehr großzügig gestalteten, Häusern. Der Haupteingangsbereich sah so aus:


Alles war sehr sauber und geplegt, das Personal natürlich super freundlich und man konnte soviel essen und trinken wie man wollte.

Nach einem sehr wohlschmeckenden Abendessen, das leider so gut war, dass ich unmöglich Zeit hatte Fotos zu machen, ging es dann noch in ein benachbartes Haus, um den "Digestiv" einzunehmen. Das Haus beherbergte früher eigentlich mal die Stallungen (Écuries), wurde aber etwas umfunktioniert - wie ihr hier sehen könnt:


Und in den Pferdezwingern sieht es auch etwas anders als gewöhnlich aus:


Das Châteu wird überwiegend für Seminare benutzt, wobei die Gäste dann auch übernachten können. Hier habe ich mal den Teil abgelichtet, in dem ich geschlafen habe.


Da die Zimmer über das ganze Anwesen verteilt sind, sind natürlich die Distanzen zwischen den einzelnen Gebäuden auch nicht so klein. Zum Glück kann man sich mit Caddys, Fahrrädern oder anderen kleinen fahrbaren Untersätzen, wie diesem hier, weiterhelfen:

 

Als der kleine Prinz - das bin ich - dann am nächsten Morgen, bestens ausgeruht in seinem Prinzenbett aufgewacht war, wurde es dringend Zeit, wieder mal ein ordentlich Frühstück einzunehmen. Allerdings gab es da nach Chocotresor, Knupermüsli, Obstsalat und frischen Früchten nur ein Problem: welche Marmelade nehmen wir nun für unseren frischen Crêpe?

 (P.S.: Der Block im Hintergrund ist Butter.)
Ein bisschen komisch war es auch, als ich am Frühstückstisch saß und sich dann nach und nach die obersten Direktoren (Größenordnung 8k Mitarbeiter) der anderen Firma zu mir an den Tisch gesetzt haben. Es war für Sie, glaub ich, auch spannend, mal einen coolen Roboter zum Anfassen in Aktion gesehen zu haben. Da hatten Sie natürlich auch genug Fragenpotenzial.

Naja - dann ging es auch schon wieder ab nach Hause. Irgendwie konnte ich es mir dann auf der Rückfahrt nicht verkneifen, ein Foto des LKWs auf meiner Spur auf der Autobahn zu machen. Das war - irgendwie - ein bisschen verwirrend:

 
Gut für mich, dass er LKW dann doch auf einem Anhänger war. :-)

Dies war für mich auch jedenfall ein schöner Ausflug mit vielen neuen Eindrücken, auch wenn dieser durch meine Arbeit initiiert wurde.

Viele Grüße an alle, die welche wollen. ;-)

Grüßle, 




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