Freitag, 30. Mai 2014

La Cité de Carcassonne

Hallo liebe Leser!
In dieser Woche erzählt euch Sven wieder etwas von einem Ort, den er im Rahmen seiner Arbeitsreise kennenlernen durfte. Ich wünsche euch dabei viel Spaß.

Alles Liebe,
Anna :)

Carcassonne, ein Name den vermutlich schon einige von euch gehört haben. Wenn nicht aus dem Brettspiel mit den unzähligen Erweiterungen, dann wohl von der eigentlichen Festung, welche im Süden von Frankreich steht.

Ich hatte glücklicherweise letztes Jahr die Möglichkeit diese tolle Festung zu besichtigen. Die Burg selbst besteht aus einer kleineren Festung, welche früher dem Adel vorbehalten war. Um das Volk zu schützen wurde dann eine große Mauer um die damalige Stadt (3000-4000 Einwohner) gezogen. 

Außerhalb der Burg - von unten betrachtet - sieht das ganze ziemlich gigantisch aus. Die Außenmauer erscheint endlos lang. Einen Überblick über die tatsächliche Größe der ganzen Anlage bekommt man eigentlich erst, wenn man einmal drinnen ist.
Hintereingang der Burg
Gang zwischen zwei Wehrwällen

Einmal in der Burg angekommen, findet man dort eine Vielzahl kleiner Geschäfte und Restaurants. Sogar eine Jugendherberge, die sogar ausgebucht war, befindet sich im Inneren der Burg. Kämpft man sich ein bisschen durch, bekommt man dann sogar einen tollen Blick auf die innere Burgmauer.

Brücke und Tor zur inneren Burg

Haupttor der inneren Burg von vorne
Sicht von der Burg zum Hintereingang
Innenhof

Nur so als Zusatzinformation: Um in die innere Burg zu kommen muss man leider Eintritt zahlen, allerdings gibt es dort einen Geschenkeladen, der wirklich tolle Sachen zu günstigen Preisen hat, die man außerhalb nicht so einfach finden kann. 

Carcassonne ist ein schöner Ausflugsort, auch wenn man (eigentlich wirklich) alles innerhalb eines Nachmittages gesehen hat. Für Ritterfans sollte ein zukünftiger Besuch nicht optional sein :-)


Grüßle,

Freitag, 23. Mai 2014

Mein Geburtstag war ein von mir zu feiernder

Hallo liebe Leser!

Vergangenen Freitag war ein besonderer und auch besonders schöner Tag für mich. Ich durfte mich glücklich schätzen, ein Jahr älter zu werden...oder wie manche Leute es ausdrücken: fast 30.
Das ist aber nicht so schlimm - ich kann noch zwei Mal fast 30 werden, bis ich dann wirklich 30 werde. ;)

Diesen tollen Tag durfte ich mit einigen besonderen Freunden in Klagenfurt verbringen. Was wir gemacht haben?

Wir waren ESSEN!!! Und weil ESSEN immer toll ist und SUSHI auch supertoll ist, haben wir das gleich miteinander kombiniert!


Allen Klagenfurtern (und denen, die es noch werden wollen) kann ich das MIMI'S nur wärmstens empfehlen! :)

Na gut, was macht man noch...nachdem man jetzt quasi alt wird (und demanch Geld hat, um sich damit schöne Dinge zu gönnen)? Ja, richtig! Man geht Cocktails trinken. :)
Das Westside - es liegt gegenüber meiner alten Wohnung im Studdorf - wurde vor einiger Zeit neu übernommen und bekam den klingenden Namen "Monkeys University". Diese american showbar sollte uns für diesen Abend "beherbergen". In dieser schönen Bar führten wir uns auch eine Reihe von kleinen, fruchtig-alkoholhältigen Getränken...auch Shots genannt... zu Gemüte. Wirklich cool ist, dass sie diese - dem Anspruch der Showbar entsprechend - auch mit großem Unterhaltungswert serviert haben.


Der nette Herr Barkeeper hätte mir sogar noch einen Mitternachts-Geburtstagscocktail gemacht. Diesen mussten wir aber leider ausschlagen, da sich meine liebe Mitbewohnerin, die Kathy, den ganzen Tag in die Küche gestellt und mir einen Kuchen gebacken hat.


Ich präsentiere: die "death by chocolate cake"...ganz echt mit 27 Kerzen. Nachdem ich von meiner Feierrunde auch noch *wunderschön* besungen wurde und alle meine Kerzen ausblasen konnte, haben wir noch bis tief in die Nacht hinein gequatscht. 

Am nächsten Tag ging es dann weiter zu meiner Mama in die Steiermark. Die hat mich - wie Mamas das dankenswerter Weise so machen - ganz gut bekocht. Mein Gott, war das schön!

Ich hatte ein unglaublich schön-wunderbares Geburtstagswochenende. Ich hatte unglaublich viel Spaß. Danke an alle, die dabei waren und auch an alle, die mir zu meinem Geburtstag über diverse Kommunikationskanäle gratuliert haben.

Ich wünsche euch eine ganz tolle Woche.

Alles Liebe,

Freitag, 16. Mai 2014

Die Stundenten, die haben ein Leben!

Hallo liebe Leser!

Vor fast zwei Wochen bin ich in Klagenfurt angekommen. Ja, leider musste (oder: durfte) ich das schöne Frankreich verlassen und mich über die Berge ...


...nach Bella Italia begeben. Ich muss sagen - durch mehrere Reisen in diesem Jahr konnte ich schon einige Umstiegsstationen erkunden. Rom zum Beispiel - das ist aber nicht so toll. Meine derzeitige Reise fürhte mich nach Milano, und ganz ehrlich: dort lässt es sich locker 8 Stunden aushalten. Dazu hat wohl auch mein derzeitiges Spaßbuch beigetragen.
Nur zur Info: ein "Anna-Spaßbuch" ist ein Buch, das auf Englisch gelesen wird. Außerdem geht es darin meist um Nichts...und nochmal außerdem: es sind Bücher für Kinder und Jugendliche - diesmal Divergent, Insurgent und Allegiant ... und das auch nur, weil ich mir in der kommenden Woche den Film davon ansehen werde.

Nachts um halb sechs "landete" (wohl eher: fuhr ... ein) ich dann in good old Klagenfurt. Meine Kutsche stand bereit und hungrig waren meine liebe Kathy und ich auch. Leider mussten wir - fast mit Entsetzen - feststellen, dass kein McDo in Klagenfurt zu dieser frühen Zeit offen hat. Wir konnten auch keinen anderen Ort (außer einer Tankstelle - aber wer will das schon?) für unser Frühstück finden. Hier fühlte ich mich wieder ganz zurück in "Klagenfurt - city of limited options". ;)

In dieser Woche konnte ich außerdem noch prüfen. Mein Gott, wie hab ich das vermisst! Das ÖSD ist inzwischen in ein neues Gebäude ...


... umgezogen. Die Leute, die ich sehr vermisst habe, sind aber noch dieselben. :)

Außerdem habe ich es einen ganzen Tag lang (!!!) geschafft, wirklich fleißig zu sein. Eigentlich hätte ich ja mehr Zeit aufs Lernen verwenden müssen/sollen, aber hey...es ist Klagenfurt. Und was macht die Uni Klagenfurt ab 8. Mai aus? Genau. Die Beach-Bar. :)

"Sag mal, Anna. Was ist denn diese Beach-Bar"? - Das will ich euch gerne erklären.

Die "Beach-Bar", manchmal auch "Bitch-Bar" (je nachdem, wen man fragt...) ist ein kleiner Sandkasten mit weißem Plane-Zelt und Schirmchen. Diese befinden sich genau gegenüber von der Uni. Das ist fatal.


Man kann - mit den allerbesten Intentionen - kommen...dann trifft man Freunde, wird begrüßt und muss - in meinem Fall von Frankreich - erzählen. Dann trinkt man ein oder zwei Bier (oder Radler) und schon ist die Motivation für das Aufsuchen der Bibliothek so gut wie nicht mehr vorhanden. 

Zu guter Letzt geht man vielleicht - weil jetzt ist die "Lern-Lust" vollkommen vergangen, noch Richtung nach Hause - sieht, dass es einen neuen Eisstand gibt und gönnt sich ein Eis. Ein Gutes.

Am Ende dieser netten und arbeitsunsamen Woche fuhren zwei meiner Mitbewohner und ich noch zum IKEA.  So viel Spannendes ist da nicht passiert. Was ich aber unbedingt erzählen will, ist Folgendes: 

Für diejenigen von euch, die meinen Freund kennen: Ihr wisst, er ist ein kleiner Nerd (und für mich ist das was Positives - also ist das nicht nur OK, sondern wird von mir in vielen Arten und Weisen und nach bestem Wissen und Gewissen unterstützt). Was viele von euch aber vielleicht nicht wissen, ist: er mag Bären. So - und nun sah ich beim IKEA Folgendes:


Leider haben wir im Moment aber keinen Bedarf an Lampen...aus diesem Grund mussten sie dort bleiben. Bären hätten wir genug ... Lichtschwerter auch. ;)

Nunja, viel ist noch nicht passiert. Nächste Woche wird mir mein "Lern-Aufschieben" auf den Kopf fallen und ich werde die Bibliothek zu ungeahnten Stunden kennen lernen ... oder vielleicht auch nicht. ;)

Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Woche.

Alles Liebe,

Freitag, 9. Mai 2014

Paris, je t'aime!

Hallo liebe Leser!

Wie bereits in der Vorwoche angekündigt, waren Sven und ich an diesem Wochenende in Paris. "Wochenende" ist nicht ganz richtig...genauer gesagt, waren wir von Samstag Mittag bis Dienstag Abend/Nacht in Paris. Dies traf sich für uns sehr gut, weil wir Svens "Arbeitsdings" gut mit unserem Trip verbinden konnten (er musste von Sonntag bis Dienstag Abend sowieso in Paris sein und wir haben die Arbeitsreise einfach verlängert). Nun möchte ich euch aber zeigen, was wir - und vor allem ich, weil ich ja die meiste Zeit mit Touristin sein verbringen konnte, weil ich nicht arbeiten musste - in der Stadt der Liebe alles Kitschiges und Touristisches gemacht haben.

Schon ganz früh morgens sind wir mit dem Zug von Bordeaux St. Jean nach Paris Montparnasse gefahren, den Weg dorthin verbrachten wir großteils schlafend bzw. lesend und jausnend. Kurz nach 12 Uhr kamen wir also in Paris an. Wir machten uns gleich unterirdisch auf den Weg zu unserem Hotel. Diesmal schliefen wir in einem kleinen, aber wirklich netten Hotel, das nur kurze zehn Gehminuten von der Firma, in der Sven am Montag und Dienstag in dieser Woche arbeitete, entfernt ist. Als erstes zeigte mir Sven gleich diese ominöse Firma, für die er ab und zu Schulungen übernimmt.
Das Gebäude ist von außen wirklich cool. Alte und neue Elemente sind miteinander verbunden. Man sieht die "antike" Steinwand nebst Glasfenstern auf denen Solarzellen angebracht sind. Im Eingangsbereich des Hauses sieht man außerdem zu jeder Zeit, wie viel Strom gerade durch diese Solarzellen erzeugt wird. Awesome!


Danach machten wir uns gleich auf den Weg zum Louvre. Sven wollte sich das Museum unbedingt von innen ansehen, da er - wenn er davor in Paris war - abends, nach seiner Arbeit, dafür nie Zeit hatte bzw. die dafür nötige Öffnung des Hauses nicht vorfinden konnte. ;)
Ich für meinen Teil bin ja das erste Mal in Paris - nein...stimmt nicht. Ich war schon mal mit zwölf (oder so) Jahren da...kann mich aber nur mehr an einen lustigen Regenschirm erinnern, den meine Mutter und ich am Fuße des Eiffelturms hatten. Aus diesem Grund ist es Zeit für neue Erinnerungen.
Wie gesagt: ich bin ja - quasi - zum ersten Mal in dieser Stadt. Aus diesem Grund finde ich auch alles "furchtbar toll". Die Pyramiden waren sooooo furchtbar toll (und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber aus dem Film "Illuminati" erinnere ich mich nur an eine und nicht an drei Glaspyramiden), das Gebäude war sooooo furchtbar toll, der kleine Mini-Arc neben dem Louvre war sooo supertoll...Schlange stehen - das war nicht supertoll.
In Frankreich sind gerade Ferien. Aus diesem Grund tummeln sich sehr viele Menschen auf den Straßen. Im Louvre trafen wir also auf sehr, sehr, sehr viele Leute... . 


Einschränkung: anscheinend ist auch in Spanien, den USA, Japan und China gerade Ferienzeit... ;)

Um euch einen kurzen Einblick in unsere Erlebnisse dieses Tages zu geben, befindet sich nachfolgend eine kleine Impressionen-Kollage.

 
Fun Fact: Während einer Durchsage, die übrigens in vier Sprachen erfolgte, meinte Sven, dass die Leute im Louvre jetzt durchsagen, dass ich nicht mehr so viele Fotos von "Steinen" machen darf. A) Es waren gar nicht so viele, B) ich mag Steine, und C) es waren eher Totenmäler und Zeitzeugnisse aus dem alten Ägypten...und nicht nur bloße "Steine". Aus diesen Gründen ließ ich mich nicht beirren, fotografierte munter weiter und konnte am Ende des Tages (beim Zählen) feststellen, dass ich 115 Steinbilder gemacht hatte. Da hätte ich wohl besser ein bisschen auf die Durchsage hören sollen... . ;)

Naja, macht ja nichts. Im Rahmen unseres Besuchs im Louvre haben wir natürlich auch das gemacht, was jeder brave Tourist macht...wir haben das Gemälde La Joconde - auch bekannt als Mona Lisa - besichtigt. Nun für euch ein Suchbild. Wo in diesem Raum befindet sie sich? 

 
Genau, da wo die ganze Traube von Leuten steht...

Ja, es gibt eine Absperrung, an der man sich in einer Schlange anstellen kann, um dann ein Bild von dem Gemälde machen zu können...ich habe das nicht gemacht, sondern habe meine Kamera einfach ganz weit nach oben, hoch über die Köpfe meiner Vorderleute gehalten. Dafür ist es ja gar nicht so schlecht geworden...finde ich.


Als Größenvergleich: die Mona Lisa hängt an ihrer ganz eigenen Wand... .


Außerdem haben wir - quasi auf dem Weg zur Frau mit dem berühmtesten Lächeln der Welt - auch Amor und Psyche besucht.


Ganz am Ende, als alle Leute schon von hilfreichen Durchsagen aufgefordert worden waren, das Museum schön langsam zu verlassen, da haben uns Sven und ich noch in den Richelieu-Flügel hineingeschlichen. Dieser Teil des Louvre ist deswegen so beeindruckend, weil man ihn bereits durch eine dicke Glasscheibe sieht, sobald man sich dem Eingang ein bisschen nähert. Außerdem handelt es sich dabei um einen großen Innenhof, der überdacht ist und somit die in ihm ausgestellten Statuen (wieder: Steine) im schönsten Licht beleuchten kann. Herrlich!!!

Am Ende unserer Expedition durch den Louvre konnten wir natürlich auch die - aus dem Film Illuminati bekannte - kleine "verkehrte" Pyramide bzw. den Punkt, an dem sich zwei Pyramiden treffen, sehen. Wenn ich mich recht erinnere, so ist dies der Ort, an welchem Maria Magdalenas Knochen begraben wären (Film - und wenn ich mich irre, dann bitte korrigieren...ich habe das Buch ein Mal vor Ewigkeiten überflogen und den Film genauso intensiv und zeitnah gesehen) ... im Leben von Anna uns Sven steht diese Pyramide mitten im "Einkaufsteil" des Louvre. In diesem Teil kann man Kleidung, Pandora-Schmuck, Kaffee (Starbucks) und Essen (McDo - nebst anderen Restaurants) MITTEN IM MUSEUM kaufen. Für meinen Geschmack ist das schon ein bisschen zu modern für ein altehrwürdiges "Nationalheiligtum"...aber wer es mag... .


Anschließend wollten wir noch *ganz romantisch* auf der Champs Elysée entlang zum Arc de Triomphe spazieren...leider hat das Wetter nicht mitgespielt (zwei Minuten mit Regenschirmen im Freien und wir waren waschelnass). Aus diesem Grund sind wir zurück ins Hotel gefahren, haben unser Zimmer bezogen (als wir das erste Mal an diesem Tag da waren, war es noch vor der Check-In-Zeit...), uns Jause gekauft und im Zimmer gechillt. Ein - für die Füße - sehr anstrengender Tag ging zu Ende.


Nach einer guten Mütze voll Schlaf, einem selbstgemachten Frühstück und einer kurzen Zugfahrt (Leute, wenn ihr fahrt, fahrt Zug - nicht RER...da geht es um +/- 1 Stunde Fahrtzeit!!!) waren Sven und ich also endlich in Versailles angekommen.


Wir haben uns dann ca. 30 Minuten lang am Ticketschalter angestellt...und dann konnte es schon losgehen.


Am Areal des Schlosses von Versailles haben wir 3 Dinge besichtigt: den Grand Trianon (da waren wir zuerst) ...


das Schloss von Versailles (wo man auch einen Audio-Guide mitbekommt) ...


und schlussendlich auch die wunderschönen und weitläufigen Gartenanlagen (man munkelt, dass der eine oder andere Schatz gefunden wurde...).


Den kleinen Trianon haben wir nicht besichtigt, weil wir ein klitzekleines Zeitproblem hatten. Aus diesem Grund kann ich sicher sagen: Versailles wird uns wiedersehen.

Die Anlage von Versailles ist wirklich sehr schön - auch, wenn es mich jedes Mal bedrückt, wieviel Luxus zu Zeiten von Hunger im Volke entstanden ist. Darüber haben wir auf unserer "Lustwandel-Tour" auch diskutiert. Was ich noch erwähnen möchte: Wir haben ganz Versailles zu Fuß bezwungen (und ja, es war ein Kampf - und nein, man darf den Info-Leuten nicht glauben...das dauert länger als vier Stunden). Wenn man aber nicht über so viel Durchhaltevermögen verfügt, kann man auch mit dem - ich nenne ihn jetzt - "Lignano-Bimmel-Zug" (so ein Zug auf Rädern, der in Ferienorten oft mit Touristen herumfährt) zwischen Einzelnen Stationen fahren. Das ist ganz billig - kostet nur 4 €uro pro Fahrt...
Außerdem ist es möglich, sich ein (fast noch kostengünstigeres) Golf-Cart zu mieten und mit dem das Areal zu erkunden. Dieses ist bereits für 32€ für die erste Stunde und dann 8€ für jede weitere Viertelstunde zu mieten...na dann!

Ich kann allen, die sich einen Besuch dieses historischen Ortes schon überlegt, bisher aber gezögert haben, eine baldige Visite nur ans Herz legen. Solange man nämlich noch unter 26 Jahren ist, kommt man als EU Bürger mit offiziellem Ausweis gratis in diese (und einige andere) Sehenswürdigkeiten. Für "uns" "alte" (und hier will ich keinen lachen hören...!) kostet der Spaß rund 25 €uro. Alle, die sich nicht "so sehr" für Geschichte interessieren: Der Park ist wundertoll, seht euch eben nur den an. Es lohnt sich auf alle Fälle!

Die nächsten beiden Tage unseres Aufenthalts standen unter dem Motto: "Sven arbeitet und Anna ist unterwegs". Weil Anna alleine aber ein bisschen zu fade gewesen wäre, entschied sie sich, eine "alte" Freundin, die derzeit auch in Paris ist, anzurufen. Von dieser Freundin mit dem wundervoll-klingenden Namen Pia habt ihr schon im März (siehe hier) gehört.

Pia lebt seit acht Monaten in Paris (bzw. ein bisschen außerhalb davon). Sie hat sich in dieser Zeit bereits sehr gut in der Stadt umgesehen. In ihr habe ich eine tolle Führerin gefunden, die mich sicher (und vor allem schnell, ohne suchen und verfahren) durch die Stadt und so von einer Touristenattraktion zur nächsten gebracht hat.

An diesem Montag sahen wir uns den Arc de Triomphe auf der Champs-Elysée an. Auf dieser Straße fanden wir auch einen Ableger von Ladurée: berühmt für Süßspeisen. Natürlich ließen wir uns diese Möglichkeit nicht entgehen und kosteten unsere Macarons gleich unter dem Arc de Triomphe sitzend. :)

 

Danach ging es auch schon los zur TOURISTENATTRAKTION SCHLECHTHIN, dem Tour Eiffel. Da wir beide so gute Freundinnen und dazu auch noch so fotogen sind, haben wir - ganz mutig - andere Touristen angesprochen, damit diese uns ein Foto machen. Nun können wir uns ganz lange (man ist dazu geneigt "für immer" zu sagen) an diesen Tag erinnern.


Da sich Pia und Sven auch sehr gut leiden können, trafen wir den Herrn Arbeiter zum Mittagessen beim Tour Montparnasse. Pia und ich sind da aber nicht hineingegangen, da die Preise für einmal Lift fahren zu horrend sind (12€ mit Studentenermäßigung, 15€ ohne...um mit dem "schnellsten Lift Europas" zu fahren - das war es uns dann doch nicht wert).

Da Pia aber auch arbeiten muss, brachte ich sie dann zu ihrem Zug. Wieder alleine machte ich mich auf, das 'Stammhaus' der Galeries Lafayette zu besichtigen. Dies konnte ich auch schaffen.
Dieses Haus ist wirklich sehr schön und auch für Männer, die sich nicht wirklich fürs Einkaufen interessieren, sehenswert. 


Die Glaskuppel im Inneren gibt dem Ganzen ein tolles Ambiente - und liebe Touristen, fahrt in den 8. Stock (ihr könnt die Geschäfte zwischen den Stockwerken auch ignorieren und einfach hinauffahren). Von dort oben habt ihr einen unvergleichlich tollen Ausblick über die Stadt!


Eine Sache, die ich in diesem Einkaufszentrum aber unglaublich fand, muss ich euch noch erzählen. Ich habe auch - ganz sneaky und geheim - ein Foto im Vorbeigehen gemacht. Verzeiht also die Wackeligkeit.


Was wir hier sehen? Hier sehen wir eine Schlange von Damen, die hinter einem Absperrband anstehen. Sie warten darauf, dass die Angestellte sie während der ganz normalen Einkaufszeiten ins Geschäft lässt. In welches Geschäft? Louis Vuitton. Die Damen warten also in einer Reihe, um dann - wenn sie endlich dran sind - tausende von €uros für eine Tasche auszugeben...wenn sie denn lange genug in Reih und Glied angestanden haben. "Der Kunde ist König" ... ?

Nach meinem Ausflug in die Welt der lustlos dreinblickenden Begleitmänner und wohlhabenden Damen wollte ich noch etwas für meine Seele tun...also habe ich eine katholische Kirche aufgesucht. :p
Nein - ganz ernst: ich bin auf zu der auf einer Insel inmitten des Flusses - der Seine - liegenden Kathedrale von Notre Dame. Da es aber schon später am Abend war, waren die Türen bereits verschlossen. Ich habe diese - aufgrund der nicht vorhandenen Besichtigung gewonnene - Zeit dann genützt, um mir dieses Bauwerk im "360° Modus" anzusehen. Davon sollt ihr auch was haben:


Hinter Notre Dame befindet sich übrigens die berühmte Schlüssel-Schloss-Liebesbrücke (oder wie auch immer sie heißt). Ein Pendant dazu - ihr kennt es sicher - gibt es auch in Graz am Weg vom Kunsthaus zum Hauptplatz. Une version parisienne sieht so aus:


Am Abend traf ich dann auf meinen Sven. Von ihm konnte ich ein neues Vokabel lernen, als ich ihm die Fotos meines Sightseeing-Tages bei unserem Abendessen im Hard Rock Cafe von Paris zeigte. Bei einem Bild fragte er mich, was dieses denn darstelle. Ich meinte, dass das l'Oevre vor dem Tour Eiffel sei. Sven hat laut gelacht und gefragt, ob ich wüsste, was das denn heiße. Ich erklärte ihm, dass das der Name dieses Kunstwerks sei - er fand das lustig und klärte mich auf, dass das nicht der Name des Kunstwerks, sondern schlichtweg das Wort "Kunstwerk" ist. Später konnte ich auch herausfinden, dass es sich dabei um eine - von der Klagemauer in Jerusalem inspirierte - Friedensmauer handelt.
Zum Hard Rock Cafe: wieder war unser Essen soooo gut, dass wir mit unseren Tischnachbarn Freundschaft schlossen und kurzfristig deren Essen fotografierten. :)


Am nächsten Tag traf ich mich "früh" morgens (Stundentenzeit) wieder mit Pia. Wir sahen uns den Montmartre und Sacré Coeur - welche sich darauf befindet - an. Und ja - wir sind wie wild zur Kirche gelaufen, haben sie angetatscht und laut "can't touch this" gesungen.^^


Zu Mittag fuhren wir zu Sven in die Firma. Weil alle seine Studenten Essen gegangen waren, konnten wir im Schulungszentrum mit Robotern spielen. :)


Nachdem ich Pia wieder zum Zug gebracht hatte, machte ich mich auf, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Vom Jardin du Luxembourg aus - wo sich auch der Senat und ein Museum befinden - machte ich mich auf den Weg.


Folgende Route legte ich à pied zurück. Für Paris ist das sehr viel:


Auf meinem Fußweg konnte ich einige random Eindrücke dieser schönen Stadt in mir speichern.


Nun gehen vier lange, ermüdende, interessante, aufregende und wunderbare Tage in Paris zu Ende. In dieser Zeit habe ich ich-weiß-nicht-wie-viele Kilometer zurüctkgelegt. Aus diesem Grund ist es an der Zeit, dass wir uns gemeinsam von meinen zerschundenen, abgenutzten, zwei Jahre alten und nun endgültig durchgelaufenen Turnschuhen verabschieden. Sie wurden am Abend in Bordeaux zu Grabe getragen.

Ich für meinen Teil wünsche euch eine wunderbare Woche.

Alles Liebe,
 

Donnerstag, 1. Mai 2014

Updates

Hallo liebe Leser!

In dieser Woche möchte ich euch noch ein letztes Mal von meinem (unserem) Leben in Bordeaux erzählen...und euch darüber auf dem Laufenden halten. 

"Aber Anna - warum denn zum letzten Mal????" - Diese Frage möchte ich euch gerne beantworten. Sven und Anna werden zwar weiterhin in Bordeaux leben, Anna darf aber am Sonntag für einen "kurzen" Besuch nach Österreich fliegen und viele von euch wiedersehen. Sie freut sich schon sehr! :) Aus diesem Grund werden die französischen Erlebnisse in nächster Zeit nicht en masse geschildert...dafür aber die österreichischen! :)

Außerdem möchte ich euch an dieser Stelle über einen Skandal, der die Welt der kleinen Anna zum Einsturz gebracht hat, erzählen. Sven und ich bekommen von meiner Mama - DANKE MAMA - oft, wenn sie auf ihren Reisen ein Hard Rock Cafe entdeckt, ein T-Shirt von ebendieser Marke mitgebracht. Das freut uns immer sehr. Am vergangenen Donnerstag hat uns dann ein Packerl von ihr aus Österreich erreicht. In diesem Packi waren unter Anderem auch zwei T-Shirts dieser Marke enthalten. DANKE! 
Was mich daran so verwundert oder schockiert? Die Größen. Beide T-Shirts haben dieselbe Größe...eines ist aber für Männer und das andere für Frauen gemacht.


Meine Damen und Herren - das ist dieselbe Größe...
Ich bin schockiert...und folgere: ich wäre ein sehr schlanker Mann! ;)


Nun aber zu den Neuigkeiten:

In den letzten Wochen dachten wir (für kurze Zeit), dass Svens Auto einen Totalschaden hätte (Motor), weswegen wir uns nicht getrauten, damit zu fahren. Sven ist aus diesem Grund vier Tage lang mit den Öffis in die Arbeit gefahren - 1 Stunde und 15 Minuten in eine Richtung. Das macht keinen Spaß. Nur so aber konnte er den miroir d'eau von Bordeaux sehen. Der miroir (Spiegel) ist so etwas wie ein ganz seichtes Wasserbecken, das vor einigen berühmten Sehenswürdigkeiten in Bordeaux liegt. Aus dem Boden wird Wasser in dieses Becken hineinge"pumpt", was dazu führt, dass sich diese Gebäude im Wasser spiegeln (von weiter weg). Außerdem wird diese Fläche im Sommer gerne dafür genutzt, die eigenen Füßchen nach einem langen Tag in der Stadt abzukühlen.


Im Hintergrund seht ihr, wie das Wasser auf dem miroir verdampft. Ziemlich impressive! Kurze Zeit später konnten wir aber herausfinden, dass es unserem wundertollen Auto immer noch gut geht.


Trotzdem haben wir uns nach einiger Zeit des Reparierens dazu entschieden, ein neues - französisches - Auto zu kaufen, da wir dieses a) in Frankreich (relativ) einfach anmelden können und b) unser wirklich schöner Audi, den wir beide WIRKLICH WIRKLICH gerne mögen, die magische 200.000 km-Grenze überschritten hat...und man quasi *knock on wood* nur mehr darauf warten kann, bis das nächste Teil kaputt wird.

Schlussendlich waren wir am Donnerstag in der letzten Woche beim Autohändler und haben diese neue Schönheit käuflich erworben. 


Fun fact: Die Autos in Frankreich bleiben immer angemeldet, weil die Versicherung - die der Inhaber des Autos in Österreich ja zahlen muss - in Frankreich unabhängig von der Anmeldung ist. Demnach: auch Leute, die ihr Auto nicht versichert haben, dürfen damit fahren. Aus diesem Grund hat das Auto auch noch ein Kennzeichen, das nicht unseres ist.

Frühling ist ja die Zeit, in der die Natur "erwacht"...so auch in unserem Garten. Da ich so viel Freude mit den exterieuren Blumen hatte, habe ich auch (falsche, weil keine grünen Daumen) Blümchen im Interieurbereich aufgestellt.


Sven und ich waren auch wirklich sehr fleißig über die letzten Wochen hinweg. Wir haben uns einen Rasenmäher gekauft...und diesen auch gleich eingeweiht. (Mit "wir" meine ich natürlich, dass wir beide vor hatten, den Mäher zu bedienen...im Endeffekt aber nur Sven das Vergnügen hatte, unseren Rasen zu kürzen). ;)


Sven hat sich wirklich abgemüht und es war viel Arbeit, den - über den gesamten "Winter" (ohne Schnee, aber mit viel Regen, so dass der Rasen ganz toll weiter wächst) "ruhenden" - Rasen wieder auf Vordermann zu bringen.

oben links: Anfangsszenario, rechts: Komposthaufen nach 1. Runde (ja, es folgte noch eine zweite)
unten links: Sven mit seiner "Vergleichsdistel" (..."schau Anna, soooo hoch waren die Disteln!!!!") ;) rechts: so schönes Wetter, sooo schöne Leut! ;)
Nachdem unser Rasen jetzt - mehr oder weniger - englisch aussieht, waren wir auch wieder öfter an der frischen Luft. Die Natur erwacht und so tun es auch gewisse Frühlingsgefühle. Ich muss sagen, ich hab schon ein Glück mit meinem Sven...der bringt mir sogar so schöne Sträußchen aus unserem eigenen Garten.


Darüber hab ich mich wirklich sehr gefreut!
Was wir noch so an der frischen Luft gemacht haben? Ich für meinen Teil habe unsere Nachbarskatze an mich und unser Grundstück gewöhnt. Jetzt kommt sie regelmäßig und jeden Nachmittag ist STREICHELZEIT *juhuuuuu*! :)

Die Katze hab ich übrigens "Mutzi" getauft...was meine Mitbewohnerin sehr lustig findet.
Natürlich konnte ich - endlich...das hat ja eeeeeeewig gedauert - meinen Türkranz fertig basteln. Hier - um zu zeigen, was das für eine Arbeit war - seht ihr meinen "Arbeitsablauf".


Und da wir gerade beim Thema "Ostern" sind, möchte ich euch auch noch sagen, dass wir ein wunderbares Osterwochenende hatten. Sven war endlich mal drei Tage zu Hause, wir haben viel gearbeitet, aber auch viel Zeit gemeinsam verbracht. Wir konnten uns auch beide über Geschenke vom Osterhasi freuen. Gesucht haben wir alle fünf...nur meines war sehr leicht versteckt, weil ich im Ostereier finden nicht so gut bin...der Osterhase hat das berücksichtigt und darum war ich super schnell fertig. ;) Hier die Beweisbilder:


Eine letzte Neuigkeit gilt es meinerseits zu erzählen. Liebe Österreicher und -innen: ich habe ein französisches Frankreichkonto...und jetzt kommt das Spannende: ich kann mit SCHECK bezahlen. Warum das soooooo toll ist? (und ja, es ist SOOOOO TOLL!!!) Ich bin unheimlich fasziniert von der Scheck-Idee. Ich habe hier ein Blatt Papier - es ist Papier - und nur durch meine Unterschrift mache ich es zu Geld. Ich kann Geld machen, ganz allein...selbst. Meine Unterschrift macht Papier zu einem Zahlungsmittel. Ich bin fasziniert. Vielleicht kommt das auch daher, dass ich von Frau Lex (meiner Rechnungswesen Professorin) immer gelernt habe, dass wir "Scheck nicht lernen müssen, weil das gibt es nicht mehr"...anyhow...ich bin entzückt und lasse euch später wissen, wie sich meine Entzückung mit dem tatsächlichen Ausfüllen an der Kasse verhält (wenn ich wirklich schreiben muss und die ganze Schlange von Leuten hinter mir aufhalte)... .

Und zu guter Letzt: Sven und ich waren am vergangenen Wochenende in Paris. Mehr davon erfahrt ihr in der nächsten Woche. :)

Alles Liebe,