Freitag, 25. Juli 2014

Ecuador 2012

Hallo liebe Leser!

Es ist wieder *throwback-time*. Diesmal möchte ich euch von unserem bisher abenteuerlichsten Urlaub erzählen. Im Sommer 2012 waren Sven und ich nämlich in Ecuador - genauer gesagt in Quito (und Umgebung) unterwegs. Der Anlass dafür war die Hochzeit eines Freundes, der sich - schon vor Jahren - dort angesiedelt hat. Weil man aber nicht jeden Tag um die halbe Welt fliegt, haben wir uns entschieden, dort von 05. Juli bis zum 18. August 2012 zu bleiben. Von den Highlights dieser sechs Wochen möchte ich euch im Folgenden erzählen.

Aber wo liegt denn nun eigentlich Quito, Ecuador? Ganz einfach, hier:


Generell: ein Flug nach Südamerika dauert sehr, sehr lange. Eigentlich wären Sven und ich - laut Flugplan - in 25 Stunden in Quito gewesen. Unsere ursprüngliche Flugstrecke führte uns von Graz über Frankfurt und Panama nach Quito. Leider gab es an diesem Abend des 5. Juli 2012 in Frankfurt so heftige Gewitter, dass wir nicht landen und somit für diese kurze 1,15 h Flugstrecke ganze fünf Stunden brauchten. Unser Anschlussflug war dann natürlich schon lange weg. Da wir aber nicht die einzigen Fluggäste waren, denen es so ging, verbrachten wir - wie unzählige andere Menschen auch - diese Nacht am Flughafen von Frankfurt.
Im Rückblick war das gar nicht so schlecht, weil wir uns so schon sehr früh am "Umleitungs-Schalter" anstellen konnten und so den Flughafen noch an diesem Tag - mittels Restplätzen - verlassen konnten. Andere Menschen, die beispielsweise in einem der (zum Zeitpunkt unserer Ankunft nicht mehr) freien Hotelzimmer geschlafen hatten, haben es wohl erst ein, zwei Tage später aus Frankfurt raus geschafft. 
Anyway, unsere neue Flugroute führte uns demnach von Graz über Frankfurt (unfreiwillige und ungemütliche Übernachtung), weiter nach Toronto (Übernachtung - diesmal im von der Fluggesellschaft bezahlten Hotel), weiter nach Panama und schlussendlich bis hin nach Quito, wo wir nach 57 Stunden Flugzeit endlich endlich ankamen.

Für die nächsten sieben Wochen sollten wir (zu zehnt) im zwei Zimmer Haus unserer Freunde in Quito leben.  Quito - das ist die Hauptstadt Ecuadors - liegt auf 2850 Metern Seehöhe (wie ich gerade eben von Wikipedia erfahren durfte).

Ich hatte mir eigentlich und natürlich im Vorfeld keine Gedanken über irgendetwas gemacht, denn "das wird schon alles werden"!
Wurde es auch. Aber ich muss euch sagen, hätte ich vorher gewusst, dass man sein Klopapier limitieren muss (1-2 Blätter pro Person, sonst verstopft die Toilette - ja, alle Toiletten in allen nicht-Touristenregionen sind so), oder dass man beim Duschen vielleicht einen Schlag bekommt...dann wäre mir im Vorfeld wohl etwas mulmig zu Mute gewesen. 


Disclaimer: Den Stromschlag bekam Sven in einer Dusche im Ferienort Montañita. Die Dusche in der Wohnung unserer Freunde war eine sichere.

So, nun habe ich aber sehr, sehr viel Text produziert...und dabei hab ich doch noch sooo viele schöne Bilder, die ich euch zeigen kann. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, dass ich die Ecuador-Informationen auf zwei oder gar mehr Freitage aufteile. Ihr kennt mich - ich schreibe gerne. Für mich ist es also extrem schwierig, mich kurz zu halten. Dies ist bei einwöchigen Ausflügen problematisch - bei siebenwöchigen Ausflügen fatal. Darum erzähle ich euch jetzt von den chronologischen Anfängen unseres Aufenthalts in Ecuador.

Die ersten Tage in dieser neuen, unbekannten Stadt mit dem Namen Quito verbrachten wir beim Sightseeing. Wir sahen uns den Präsidentenpalast, alle möglichen alten Gebäude, die wir finden konnten und die Märkte der Stadt an. Lustigerweise hatten es unsere Koffer nämlich nicht mit uns nach Quito geschafft. Aus diesem Grund mussten wir uns mit grundlegenden Dingen - wie Unterhosen - eindecken. Ein Abenteuer! :)


Auf diesem Hausberg, den ihr links unten seht - dem Berg Pichincha, der auch der Region ihren Namen gibt, auf dem waren wir auch an einem schönen Vormittag auf fast 5000 Höhenmetern.


Die Altstadt der Hauptstadt sahen wir uns eines Tages mit einer Freundin, die Führungen in Ecuador auch beruflich macht(e) an. Das war sehr informativ. Dabei konnte ich beispielsweise erfahren, dass es in Quito eine Fassade von Häusern, die sehr sehr schön hergerichtet sind, gibt. Normalerweise wird das dort nicht so gemacht. Dies hängt damit zusammen, dass Ecuador im Jahr 2004 als Gastgeberland für den Miss Universe Contest fungierte. In diesem Zusammenhang wird der Wettbewerb auch im Fernsehen ausgestrahlt. Um Ecuador nun möglichst nett und schön zu präsentieren, wurde also die Fassade der Häuser, die bei der Einleitungssequenz der Miss Universe-Übertragung zu sehen waren, renoviert. Daher kann es auch sein, dass eine Hausfassade nur zur Hälfte renoviert wurde - das war dann auch nur halb im Bild zu sehen. Wir haben uns aber nicht nur mit Hausfassaden beschäftigt, sondern sahen uns die gesamte Altstadt an.


Außerdem konnten Sven und ich feststellen, dass sich die Stadt Quito ganz hervorragend eignet, um dort Schätze zu finden. Dies ist zwar nicht in der ganzen Stadt möglich, doch dafür liegen sie - quasi auf einem Haufen - im Parque Metropolitano verstreut. Daher suchten wir diesen Parque insgesamt drei Mal auf...nein - nicht nur darum, sondern auch, weil es dort wunderwunderschön ist! Außerdem hat Sven dort seine Rede geschrieben, die er bei der Hochzeit seines Freundes - diese war eigentlich der Hauptgrund für unsere Reise - gehalten hat.


Gegen Ende unserer Reise sahen wir uns noch den Reptilienzoo von Quito an. Das war für mich ganz komisch, weil ich Reptilien normalerweise gar nicht so gerne mag ... . Am Ende dieser Reise waren diese Tiere nicht ekelig oder zum Fürchten, sie waren Tiere, die mir irgendwie Leid taten, weil sie im Glas waren. Ich hatte sie zuvor ja - oder Gott-sei-Dank auch nicht - in freier Wildbahn gesehen. Davon erzähle ich euch aber beim nächsten Eintrag mehr.


Das war nun alles, was ich in dieser Woche mit euch teilen werde. Natürlich - ganz klar ;) - interessiert euch auch der Rest unseres Aufenthalts. Davon werde ich euch in allerbaldigster Bälde erzählen. Ich hoffe, ihr verbringt eine gute Woche.

Alles Liebe, 




Dienstag, 1. Juli 2014

Mein erster Sommer in Bordeaux

Hallo liebe Leser!

An dieser Stelle möchte ich euch informieren, dass ich nun eine Rubrik, die sich *throwback-time* nennt, starten werde. So kann ich euch nicht nur von aktuellen Geschehnissen berichten, sondern bin auch in der Lage, von vergangenen Geschehnissen, an die ich mich immer wieder sehr gerne erinnere, zu erzählen. Der erste Post in dieser Rubrik beschäftigt sich mit meinem ersten Sommeraufenthalt in Bordeaux (2013). Zufälligerweise jährt sich diese Begebenheit gerade in diesem Moment zum ersten Mal. :)

Damals habe ich Sven besucht - er wohnte zu diesem Zeitpunkt bereits ein halbes Jahr hier. 
Das Zimmer, in dem er sich zu diesem Zeitpunkt eingemietet hatte, war zwar teuer, aber dafür nicht so weit von seiner Arbeitsstelle entfernt...für zwei Personen war es aber definitiv zu klein. Das Zimmer erinnert ein bisschen an das Zimmer, das ich in Klagenfurt hatte... ;) .

Aus diesem Grund verbrachten wir viel Zeit außerhalb dieses Zimmers. Die Stadt Bordeaux hat viele schöne Parks. Von denen mögen wir den Jardin Public am liebsten. Dort verbrachten wir einige schöne Stunden. Außerdem brauchten wir viel Zeit,  um mich davon zu überzeugen, dass ich ganz alleine mit Menschen reden und einkaufen kann...auch wenn mein Französisch noch nicht mal ansatzweise vorhanden war. ;)

Außerdem waren wir in Bordeaux unterwegs und haben uns - sehr touristisch - die Sehenswürdigkeiten dieser tollen Stadt angesehen.

von links oben nach rechts unten:
pont de pierre, gros cloche, place de la bourse, hôtel de ville, basilique st. michel, auf dem place des quinconces, grande théâtre, eingang zum place des quinconces, Wasserturm, Karussell, place de la bourse am quai.
"Ganz nebenbei" haben wir uns auch - gemeinsam mit 2,5 Mitbewohnern - ein Haus zum Wohnen gesucht und gefunden. Wir sind nach südlich von Bordeaux gezogen...in ein Haus mit Garten. :)      
*Anna freut sich...ein Garten*

(Eines schönen Tages zeige ich euch vielleicht auch unser tolles Haus.)

Auch meine Mama besuchte uns für ein bisschen mehr als eine Woche in unserem neuen Haus in Bordeaux. Da wir ihr auch viel zeigen wollten, machten wir natürlich die typischen Touristensachen mit ihr. Außerdem war ich mit ihr am Hauptplatz von Pessac (in der Nähe von Bordeaux, zählt manchmal zur "Region Bordeaux) unterwegs. 


Am Wochenende begleitete uns Sven auch zur Dune du Pilat


Viel Zeit haben wir auch mit dem Streichen, Einrichten und Putzen des neuen Hauses verbracht. Es fühlte sich echt gut an, ins neue Haus einzuziehen und zu wissen, dass man angekommen und zu Hause ist. Ein gutes Gefühl!

Alles Liebe,